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| 20:28 Uhr

Spektakel
Geniales Finale der Spielleute in Hirschfeld

51. Internationales Musikfest in Hirschfeld FOTO: VRS
Hirschfeld. 51. Internationales Hirschfelder Musikfest startete mit einem widerspenstigen Fass Bier und endete mit großer Show.

Ein widerspenstiges Fass Bier hat zum Auftakt des diesjährigen 51. Hirschfelder Musikfestes die angehende neue Bürgermeisterin Ivonne Haase beinahe zur Verzweiflung gebracht! Altbürgermeister Bernd Trobisch ließ seine Nachfolgerin wenige Tage vor Amtsantritt den offiziellen Fassbieranstich zelebrieren. Ohne vorher geübt zu haben, was eigentlich nicht die Regel ist. Unter den guten Ratschlägen des Altbürgermeisters, des neuen Kreistagsabgeordneten Sebastian Rick, von Amtsdirektor Thilo Richter und Spielmannszug-Vereinspräsident Günther Müller brauchte Ivonne Haase etwa 40 bis 50 Schläge. Aber: Sie ist noch nicht im Amt, sie hat nicht aufgegeben und das Ziel wurde erreicht!

Ähnlich stoisch und hartnäckig verfolgt auch der Vorsitzende der Hirschfelder Spielleute Günther Müller seine Aufgabe. Seit 25 Jahren und damit seit einem Viertel Jahrhundert führt er den Verein Jahr für Jahr zum Erfolg. Gleich nach der Ehrung gab Günther Müller das Kompliment an alle seine Vereinsmitglieder, an alle Vereine von Hirschfeld und die vielen Einzelpersonen weiter, die in jedem Jahr zum Gelingen des Festes beitragen.

Nach dem Fest, ist vor dem Fest. und so steckt ein komplettes Jahr Vorbereitungen im 51. Musikfest. Danach gefragt, offenbart Günther Müller eine endlose Liste der abzuhakenden Aufgaben. Die Palette reicht zum Beispiel von der Auswertung des vorangegangenen Festes gleich nach dem Event, über die zeitnahe Bestellung der Musikergruppen, bis hin zu den Straßensperren, der Aufstellung der Zäune, der Müllbeseitigung bis hin zur Organisation der medizinischen Absicherung und der Verpflegungsstände. Obwohl viele ehrenamtlich arbeiten, fallen enorme Kosten an lange bevor der erste Ton beim Musikfest erklingt. Dann der Unsicherheitsfaktor Wetter. Regen, Kälte, extreme Hintze haben immer schon für Einbußen gesorgt. Schon lange vor dem Fest könne er nicht richtig schlafen, gesteht Günther Müller ein. Und in diesem Jahr fanden noch dazu zeitgleich mehrere Feste in der Umgebung statt

Unter Günther Müller hat sich das Internationale Musikfest von Hirschfeld von einer ehemals strengen eintägigen Sonntagsveranstaltung mit nur einer Musikrichtung zu einem Musikfest gemausert, bei dem jeder in jeder Altersgruppe auf seine Kosten kommt.

In diesem Jahr gab es zum Beispiel in der Nacht zum Samstag Hard- Rock mit den „Engeln in Zivil“, einer Böse Onkelz Cover-Band aus Sachsen und in der Nacht zum Sonntag einen Schlager-Mix für die „gemäßigten-moderaten“ Musikfans. Dazwischen immer wieder Auftritte des Fanfarenzuges Großräschen und des Jugendblasorchester Cheb/Eger. Neben letzteren beiden Formationen und den beiden Gastgebergruppen aus Jugend und Erwachsenen der Hirschfelder sorgten dann am Sonntag auch noch der Fanfarenzug aus Straußberg, das Marsch- und Drillkontingent des Spielmannszuges Oberlichtenau, der  Fanfarenzug aus Dresden, der Spielmannszug Radeberg, die Dudelsäcke „Dresden Pipes and Drums und das Blasorchester Wilsdruff für ein geniales mehrstündiges Musikerlebnis mit großem Finale.

„Wir wollen hier an den drei Tagen die Musik an sich feiern, egal welche Richtung. Wir sind offen für jede Musikrichtung“, bringt es am Rande des Festes Jonas Roch, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, für die Ausbildung von Jugendlichen und die Organisation der vielen Auslandskontakte auf den Punkt. Die Hirschfelder mit ihren etwa 70 Vereinsmitgliedern, darunter 30 Jugendliche, halten Kontakt mit Vereinen in sieben Ländern in Europa, die auch regelmäßig besucht werden. Daneben wird weltweit zu Festen aufgespielt, wie zum Beispiel bereits in New York oder Peking. Der Traum Olympia Rio de Janeiro 2016 ließ sich nicht umsetzen. Jetzt wird von Olympia Japan – Tokio geträumt, so Günther Müller.

51. Internationales Musikfest in Hirschfeld FOTO: VRS
(vrs)