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| 16:51 Uhr

Schul- und Vereinssportler dürfen sich freuen
Neue Turnhalle wächst in der Gemeinde Gröden

Thomas Weser (l.) und Christian Opitz von der Firma DDK Hausbau GmbH aus Haida sind hier gerade dabei, die Bewehrung für die zu betonierenden Säulen der Turnhalle in Gröden einzuschalen. Im Hintergrund die Grundschule. Der Weg zum Sport ist für die Schüler künftig ganz nah.
Thomas Weser (l.) und Christian Opitz von der Firma DDK Hausbau GmbH aus Haida sind hier gerade dabei, die Bewehrung für die zu betonierenden Säulen der Turnhalle in Gröden einzuschalen. Im Hintergrund die Grundschule. Der Weg zum Sport ist für die Schüler künftig ganz nah. FOTO: LR / Manfred Feller
Gröden. Vom Beschluss bis zum Spatenstich hat die Gemeinde Gröden bei dem Millionending Sporthalle Tempo gemacht. Von Manfred Feller

Ende Februar hatte der Grödener Bürgermeister in der RUNDSCHAU das Grundstückstor der Schule symbolisch weit geöffnet für die Sporthalleninvestition. Seinerzeit steckte das Projekt noch in der Vorplanung. Inzwischen liegt nach dem etwas verspäteten Baustart Anfang Juli die Bodenplatte und es wird im Hochbau gearbeitet.

Die heimische Firma DDK Hausbau GmbH aus Haida als eine für die Gemeinde Gröden bewährte Hauptauftragnehmerin, die bis zum letzten Gewerk und zur fest montierten Innenausstattung alles koordiniert, will den Rohbau bis etwa Ende Oktober hochgezogen haben. Dazu gehört neben dem Mauerwerk auch schon die Fassadendämmung.

Das mehrteilige Gebäude mit den Außenmaßen 32 mal 21 Meter und der Hallengröße von 15 mal 27 Metern soll über den Winter ausgebaut und im Frühjahr 2019 bezugsfertig sein. Auf den Monat genau möchte sich Claus Voigt nicht festlegen. Am detaillierten Bauzeitenplan werde noch gearbeitet. Zweifel hat der Bürgermeister jedoch keine. Denn die Haidaer Firma hatte bereits bei vorangegangenen Projekten alles aus einer Hand bestens abgeliefert.

Die Einfeldhalle erhält eine Abtrennung in der Mitte, Frauen- und Männerumkleiden, Sanitärbereiche, Behindertentoilette, Lehrerraum und Geräteräume.

Da das Gebäude an der Ecke Merzdorfer/Hans-Nadler-Straße auf dem Schulsportplatz steht, werde im nächsten Jahr auf einem zugekauften Nachbargrundstück ein neues Sportgelände angelegt.

Mit den Ansichten der vier Seiten der Sporthalle gibt der Grödener Bürgermeister Claus Voigt schon mal einen Vorgeschmack auf das Entstehende.
Mit den Ansichten der vier Seiten der Sporthalle gibt der Grödener Bürgermeister Claus Voigt schon mal einen Vorgeschmack auf das Entstehende. FOTO: LR / Manfred Feller

Aufgrund der deutlich gestiegenen Baupreise kostet die Halle am Ende nicht die ursprünglich gedachten 800 000 Euro, sondern eine runde Million Euro. „Das ist dann unsere größte Einzelinvestition seit der Wende“, stellt Claus Voigt fest. In Etappen hatte Gröden bereits zusammen etwa 1,6 Millionen Euro in die Tagespflege und die zehn behindertengerechten Wohnungen investiert. Sie generiert damit dauerhaft Mieteinnahmen. Gröden hat insgesamt rund 50 kommunale Wohnungen. Nicht alle sind belegt.

Die Turnhalle verbraucht fast alle verfügbaren Eigenmittel samt Rücklage. „Das ist zu schultern, weil wir ansonsten so gut wie schuldenfrei sind“, begründet der Bürgermeister den finanziellen Kraftakt. Aufgrund des sparsamen Wirtschaftens und der guten wirtschaftlichen Lage werde sich Gröden wieder erholen und auch andere Investitionen stemmen können. Auf Fördergeld für die neue Halle müsse die Gemeinde verzichten, weil das langwierige Antragsprozedere in die sportliche Terminkette vom Gemeinderatsbeschluss im Vorjahr bis zum Baustart 2018 gesprengt hätte. Der Neubau dient dem Schul- und dem Vereinssport. Die alte, zu kleine Halle stehe dann leer und brauche ein neues Nutzungskonzept.

Beim Blick aus dem Fenster und auf die Baustelle sieht sich Grundschulleiterin Grit Hoigt in ihrer Auffassung wieder einmal bestätigt: „Die Gemeinde als Träger investiert regelmäßig in unsere Schule.“ Dies sei auch notwendig. „Unser Gefühl ist, dass junge Familien gern hier bauen. Wir sehen immer mehr Kinder. Gröden ist auch sehr attraktiv mit Bäcker, Fleischer, Ärzten, Einkaufsmarkt und eben der Schule.“

Weil die Schule keine Aula besitzt, sei die Freude über die neue Sporthalle besonders groß. Dank des guten Wetters konnten zum Beispiel die Einschulungsfeiern zuletzt immer wieder ohne Besucherbeschränkung im Freien stattfinden. Dies biete die alte Turnhalle bei schlechtem Wetter nicht, aber die neue. Die Grundschule zählt aktuell 15 Einschüler. Weniger hätten es nicht sein dürfen. Die 2. Klasse hat 17 Schüler, die dritte 15, die vierte 22, die fünfte 19 und die sechste Klasse 23 Schüler.

Die alte, viel zu kleine Turnhalle an der ehemaligen Schule in Gröden braucht im nächsten Jahr neue Nutzer.
Die alte, viel zu kleine Turnhalle an der ehemaligen Schule in Gröden braucht im nächsten Jahr neue Nutzer. FOTO: LR / Manfred Feller