Demnach sollen im Süden von Lausitz vier weitere Windräder errichtet werden. Nachdem hier bereits 34 Mühlen stehen und weitere 19 beantragt sind, könnte sich die Zahl auf 54 erhöhen. Eine Summe vor den Toren der Kurstadt, die die Bauausschussmitglieder nur mit einem Kopfschütteln quittierten.

Weitere acht Anlagen plant die Firma bei Oschätzchen. Wie auch bei den bereits Genannten würde der geforderte 1000-Meter-Abstand zur nächsten Wohnbebauung eingehalten, so die Aufwind-Vertreter. Da mit den vorhandenen 13 Windrädern die Anzahl auf 21 wachsen würde, wird hier, wie für das Lausitzer Areal, eine Umweltverträglichkeitsprüfung fällig. In der Flurschutzsicherung befinden sich zurzeit vier geplante Windenergieanlagen bei Kröbeln, hieß es weiter. Die vorgesehenen Windräder haben eine Nabenhöhe von 143 Metern.

Überzeugen konnten die Mitglieder des Bauausschusses auch Argumente wie die Schaffung von Arbeitsplätzen, jährliche Einnahmen im fünfstelligen Bereich, unter anderem durch Erschließungsverträge sowie Steuereinnahmen nach sechs bis sieben Jahren, nicht. Im sächsischen Streumen zum Beispiel würde die Gewerbesteuer pünktlich fließen, erklärten die Vertreter.

Die Stadtverordneten seien sich einig gewesen, dass keine weiteren Windräder, die den Kurstadt-Blick verunstalten, errichtet werden dürften, erinnerte der Abgeordnete Jürgen Bergmann (SPD). Andreas Schöne (FuL) verwies auf die weitere Belastung für die Anwohner. Alle genannten Anlagen seien nicht im Entwurf des Windnutzungs-Teilregionalplanes enthalten, so Bauamtsleiterin Susann Kirst. Andererseits sei dort aber auch bislang nicht die Kurstadtentwicklung berücksichtigt. Am Ende ist es jedoch nicht die Stadt, die Genehmigungen zum Bau von Windrädern erteilt.