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| 19:11 Uhr

Hochwasserschutz Schwarze Elster
Geballter Hochwasser-Protest

In der Schwarzen Elster fließt derzeit kaum ein Tropfen Wasser. Doch der Fluss kann auch anders, wie diese Foto aus dem Jahr 2011 beweist.
In der Schwarzen Elster fließt derzeit kaum ein Tropfen Wasser. Doch der Fluss kann auch anders, wie diese Foto aus dem Jahr 2011 beweist. FOTO: Rudow
Elsterwerda. 13 Anrainerkommunen der Schwarzen Elster schreiben Protestbrief an den Ministerpräsidenten. Von Frank Claus

Das hat es bisher noch nicht gegeben. 13 Bürgermeister und Amtsdirektoren von Anrainerkommunen an der Schwarzen Elster von Senftenberg bis Herzberg und der Elbe-Elster-Landrat haben an Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) geschrieben. Darin beschweren sie sich über ihrer Auffassung nach noch immer zögerliche Hochwasserschutzmaßnahmen, ungenügende Gewässerunterhaltung, „wirtschaftlich bedenkliche“ Überschwemmungsgebiete und eine noch immer ungeklärte Nutzung der Seenlandkette als Speicherbecken. Die Planungszeiträume würden zu lange dauern, Bürgern, Einsatzkräften der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes sei es „nicht mehr vermittelbar“, dass es seit den Hochwassern 2002, 2010/11 und 2013 „kaum grundhafte Deichsanierungen“ gegeben habe.

Die Initiatorin des Protestes ist Elsterwerdas Bürgermeisterin Anja Heinrich (CDU), die im Namen ihrer Kollegen erklärt: „Wir, die Anrainerkommunen, hoffen, dass es nicht erst neuer Hochwasserkatastrophen bedarf, um endlich dem Wissen um Notwendigkeit zeitnahes Handeln folgen zu lassen!“

Das Land widerspricht der vorgeworfenen Tatenlosigkeit. Ab 2021 würden umfangreiche Baumaßnahmen zwischen Ortrand und Herzberg beginnen. Etwa 70 Millionen Euro seien dafür veranschlagt. Für die Gewässerunterhaltung würde jährlich eine Million Euro nur für die Grundunterhaltung aufgewendet, weitere 330 000 Euro kämen in diesem Jahr für zusätzliche Leistungen dazu.

Wenn die Schwarze Elster über die Ufer tritt FOTO: dpa/dpaweb