Bereits in den Anfangsminuten zeigten die Elsterwerdaer dank einer treuen und lautstarken Anhängerschar ihre pure Angriffslust, obwohl vorerst der spielerische Durchbruch nur auf der überlasteten rechten Außenbahn regierte und der Spielaufbau auf der linken Angriffsseite stellenweise arg vernachlässigt wurde.
Dennoch konnten die ESV-Handballer anerkennenswert mit 2:6 in Führung gehen, da sowohl K. Fechner im 1:1-Verhalten und M. Schurig als Kreisläufer mit hinreichendem Aufwand die zugespielten Bälle bekamen und ihre Gelegenheiten nutzten.
Auch zeigte sich die ESV-Hintermannschaft als robuste Einheit, wenngleich durch einzelne herbe Schnitzer die Ruhlander Einläufer ein ums andere Mal in Ballbesitz kamen und stellenweise halbwegs frei vom Sechs-Meter-Kreis oder aus der Distanz ohne offensive ESV-Deckungsmauer zum 8:12 abziehen konnten.
Dieser Mangel konnte aber mittels einer forschen ESV - Spielweise vorn ausgeglichen werden, da sowohl die Dynamik im Angriffsschwung als auch die stoische Abgeklärtheit im Defensivverhalten beim 11:15 zur Pause stimmte.
Nach dem Wechsel legten die weiterhin hochmotivierten ESV-Handballer sofort nach, demonstrierten abgestimmtes Zusammenwirken und warfen die Treffer zum 14:20 nach bewundernswerter Harmonie.
Die Ruhlander schienen beim 16:22 derart beeindruckt von der belebenden Elsterwerdaer Vorgehensweise zu sein, dass deren Ansatz zur gänzlichen Entfaltung oftmals haperte und nimmer den gewünschten Effekt einbrachte.
Ausgehend vom starken ESV-Rückhalt wurde über verschiedene Positionswechsel der bestpositionierte Werfer ins Spiel eingebracht, welcher dann seine dargebotene Gelegenheit oftmals zu Torehren zu nutzen vermochte.
Beispielweise endete ein geschicktes Kreisabspiel auf R. Kekulè zum 16:22, ferner folgte ein berechtigter Strafwurf durch T. Hermann zum 17:25 und auch M. Beck traf vom Siebenmeter-Punkt zur höchsten Trefferdifferenz der gesamten Begegnung beim 18:28.
Erst als sich überflüssige Tändeleien und Unaufmerksamkeiten vom 19:29 zum 22:29 durch drei Gegentreffer zum Ende hin häuften, fand man nach einer einminütigen Auszeit zur beruhigenden Gelassenheit zurück und bestritt die verbleibenden Augenblicke im sicheren Gefühl des sich anbahnenden Auswärtssieges in gewohnter Cleverness.
So schaukelte man beim Abpfiff durch die konsequent leitenden Unparteiischen aus Finsterwalde einen rechtmäßigen, wenngleich so nicht voraussehbaren 24:32-Erfolg nach Hause und geht definitiv erstarkt in die nächste Aufgabe am kommenden Spieltag vor heimischer Kulisse.

ESV: Ronny Hahn, Thomas Spillecke (11), Mario Schurig (5), Roland Prinz, Roland Kekulè (1), Robert Weide (1), Thomas Hermann (3), Knut Fechner (10), Mario Beck (1), Marcel Scheerat und Sebastian Stephan.