Blütentraum im Februar. Dazu zwar noch Kühle aber auch Sonnenstrahlen. Im Uebigauer Schlosspark recken Tausende weiße Schneeglöcken, gelbe Winterlinge und weiß-violette Elfenkrokusse ihre Köpfchen aus dem Boden. Es ist ein blühendes Meer, das sich dort dem Betrachter zeigt. Verantwortlich dafür ist Staudengärtner Klaus-Peter Manig, der seit etwa 15 Jahren Jahr für Jahr die Zwiebeln vereinzelt, wieder in den Boden bringt und neue Sorten hinzufügt. Seine Exemplare erhält er von Schneeglöckchenfreunden aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland.

Die „Fernsehansprache“ hat gewirkt

Dem rbb-Fernsehen war die Blütenpracht und das ehrenamtliche Engagement in der vergangenen Woche ein Filmbeitrag wert. Klaus-Peter Manig verstellt sich dafür nicht. Etwas brubbelnd aber mit freundlicher Miene macht er deutlich, dass das Betreten der weiten Wiesenfläche jetzt strengstens untersagt ist. Am Sonntagabend schmunzelt er, als er berichtet: „Es hat scheinbar gewirkt, die vielen Besucher sind wirklich auf den Wegen geblieben. Und im Gegensatz zu früher: Müll habe ich auch nicht gefunden.“
Im unweit entfernten Saxdorfer Pfarrgarten geht es am Sonntag deutlich ruhiger zu. „Es waren immer wieder Besucher da, vor allem auch an den Sorten sehr Interessierte“, berichtet Baumschulgärtner Roland Graeff aus Zeischa, der an diesem Sonntag ehrenamtlichen Parkdienst schiebt. Die Zeit zwischendrin habe er zu Schnittmaßnahmen an Gehölzen genutzt. „Es ist doch einiges erfroren“, konstatiert er. Auch am nächsten Wochenende laden beide Parke wieder zu Rundgängen ein. In Saxdorf dient der Eintritt dem Erhalt des Gartens.