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| 11:46 Uhr

Regionale Kreisläufe
So schmeckt’s doppelt lecker

 Sind jetzt Partner: Matthias Parnitzke (Koch der Frische Box), Michael Röhnert (Fleischerei) und Rüdiger Winde (Gärtnerei Schönborn, v.l.).
Sind jetzt Partner: Matthias Parnitzke (Koch der Frische Box), Michael Röhnert (Fleischerei) und Rüdiger Winde (Gärtnerei Schönborn, v.l.). FOTO: LR / Frank Claus
Finsterwalde. Mittagessenversorgung in Finsterwalde: Auf den Tisch kommen Produkte von hier. Von Frank Claus

Futtern wie bei Muttern. Mit dem Slogan arbeiten viele Köche. Stimmt er auch? Wird wie bei Muttern gekocht – mit frischen Zutaten, die meist vom regionalen Erzeuger oder von der eigenen Scholle kommen?

Matthias Parnitzke, Küchenleiter in der Frische Box der Medizintechnik & Sanitätshaus Kröger GmbH im Massener Gewerbegebiet, schwört: „Wir versuchen so viel wie möglich hier Erzeugtes zu verarbeiten.“ Jetzt soll diese regionale Zusammenarbeit noch auf eine qualitativ hochwertigere Stufe gehoben werden. Mit der Fleischerei Röhnert aus Doberlug-Kirchhain arbeite der Koch schon länger erfolgreich zusammen. Nun kommt mit der Gärtnerei Winde aus Schönborn ein Unternehmen für die frische Gemüsekomponente dazu. Chefin Petra Kröger-Schumann habe viel Wert auf diese Kooperationsbeziehungen gelegt.

Sie setze auf noch viel mehr regionale Kreisläufe, gerade auch in punkto Gesundheit und gesunde Ernährung. Im Unternehmen hat sie deshalb am Stammsitz ein kostenfreies Mittagessen für alle Mitarbeiter, die die Probezeit erfolgreich gemeistert haben, eingeführt. Täglich etwa 120 Mitarbeiter nutzen das, die übrigen etwa 150 im Firmen-Filialverbund würden einen Bonus erhalten.

Rüdiger Winde schätzt die Initiative: „Wir können den gesamten Sommer dadurch Flächen wirtschaftlich belegen, die nach der Frühjahrssaison nicht mehr so stark in Beschlag sind.“ Geliefert werde zwischen Montag und Freitag zweimal ganz frische Ware. Der Gärtnermeister kann sich eine deutliche Erweiterung der Direktbeziehungen in der Region vorstellen. Wenn der Bedarf deutlich angezeigt würde, so ist sich Rüdiger Winde sicher, „würden auch meine Berufskollegen solche Beziehungen eingehen“.