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| 14:46 Uhr

Seit Montag keine Umleitung mehr
Wieder freie Fahrt auf der Landesstraße 63 durch Staupitz

 Die erste grundhaft erneuerte Landesstraße in Staupitz ist seit Montagvormittag frei. Im Bild (v. l.): Dr. Roland Socher, Vorsteher Wasserverband Lausitz; Barbara Hackenschmidt, SPD-Landtagsabgeordnete; Göran Schrey, Amtsdirektor des Amtes Plessa; Verkehrsministerin Kathrin Schneider und Fred Wickfeld, wiedergewählter Bürgermeister der Gemeinde Gorden-Staupitz.
Die erste grundhaft erneuerte Landesstraße in Staupitz ist seit Montagvormittag frei. Im Bild (v. l.): Dr. Roland Socher, Vorsteher Wasserverband Lausitz; Barbara Hackenschmidt, SPD-Landtagsabgeordnete; Göran Schrey, Amtsdirektor des Amtes Plessa; Verkehrsministerin Kathrin Schneider und Fred Wickfeld, wiedergewählter Bürgermeister der Gemeinde Gorden-Staupitz. FOTO: LR / Manfred Feller
Staupitz. Verkehrsministerin Kathrin Schneider öffnet die grundhaft erneuerte erste Ortsdurchfahrt in Staupitz. Der Termin für den grundhaften Ausbau der zweiten Landesstraße ist noch relativ offen.

Trotz des Fahrverbotes auf der Landesstraße 63 zwischen Grünewalde und Staupitz für alle, die nicht Bewohner und Dienstleister sind, herrscht dort seit Wochen reger Betrieb. Die am Montagvormittag wieder für den Durchgangsverkehr freigegebene Ortsdurchfahrt (Grünewalder Straße) scheint ein Vielfaches mehr Anlieger als Bewohner zu haben. Mit dem Banddurchschnitt durch Brandenburgs Verkehrsministerin ­Kathrin Schneider sind die Fahrten jetzt legal. Und das deutlich vorfristig. Auf einer Bautafel ist September 2019 zu lesen.

Obwohl es so manch ein Anwohnerproblem vor allem hinsichtlich der Grundstückszufahrten gegeben hat und neben dem Land unter anderem auch die Gemeinde, der Wasserverband Lausitz und die Breitband-Firma aus Lauchhammer einige Partner an dem Gemeinschaftsprojekt beteiligt waren, ist die etwas mehr als einjährige Bauzeit auf dem immerhin 1,2 Kilometer langen Abschnitt relativ geräuschlos über die Bühne gegangen. „Wir sind sehr zufrieden mit der Bauausführung und der Bauzeit“, lobt dann auch der Plessaer Amtsdirektor Göran Schrey. Selbst das kurzfristig entschiedene Unterprojekt „Glasfaser“ konnte erfolgreich eingeordnet werden. „Wenn man einen Ort aufreißt, dann muss ein Leerrohr rein. Das ist hier gelungen“, lobt er. Bürgermeister Fred Wickfeld habe unermüdlich gekämpft. Die Straßenfreigabe ist ein schönes Geschenk zu seinem runden Geburtstag am Dienstag, wie er beim Banddurchschnitt verraten hat.

 Die Ortsdurchfahrt in Staupitz in Blickrichtung Grünewalde. Hauptauftragnehmer des Millionenprojektes war die Eurovia Verkehrsbau Union GmbH aus Kolkwitz. Landesbetrieb Straßenwesen, Amt und Gemeinde loben die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Baufirmen.
Die Ortsdurchfahrt in Staupitz in Blickrichtung Grünewalde. Hauptauftragnehmer des Millionenprojektes war die Eurovia Verkehrsbau Union GmbH aus Kolkwitz. Landesbetrieb Straßenwesen, Amt und Gemeinde loben die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Baufirmen. FOTO: LR / Manfred Feller

Die erste Ortsdurchfahrt in Staupitz in nach Angaben von Verkehrsministerin Kathrin Schneider eines von 70 Projekten des Landes aus dem 100-Millionen-Euro-Programm zur Sanierung von Ortsdurchfahrten. Dadurch verbessern sich die Lebensverhältnisse. Die vorherige Betonstraße war eine lärmende Zumutung.

In die erste Ortsdurchfahrt von Staupitz investierten das Land 1,8 Millionen Euro, die Gemeinde/das Amt 352 000 und der Wasserverband Lausitz 430 000 Euro. Die Fahrbahn ist jetzt 6,50 Meter breit. Es gibt einen Gehweg und eine Straßenentwässerung, die die Kraftfahrer auf der wellenartigen Fahrbahn (Pendelrinne) spüren. Dies ist jedoch nicht unangenehm, wenn man sich an Tempo 50 hält.

 Die Ortsdurchfahrt Staupitz ist deutlich vor dem geplanten Termin fertiggestellt worden. Zwischendurch gab es noch eine gute Nachricht für die Grundstücksbesitzer: Sie zahlen zum Beispiel für Straßenbeleuchtung und Gehweg keine Anliegerbeiträge. Die Gemeinde hofft nun, dass für einen möglichst großen Anteil davon das Land, das die Beiträge abgeschafft hat, aufkommt.
Die Ortsdurchfahrt Staupitz ist deutlich vor dem geplanten Termin fertiggestellt worden. Zwischendurch gab es noch eine gute Nachricht für die Grundstücksbesitzer: Sie zahlen zum Beispiel für Straßenbeleuchtung und Gehweg keine Anliegerbeiträge. Die Gemeinde hofft nun, dass für einen möglichst großen Anteil davon das Land, das die Beiträge abgeschafft hat, aufkommt. FOTO: LR / Manfred Feller

Die zweite Landesstraße (L 62) in Staupitz wird nicht vor 2021 gebaut, heißt es vom Landesbetrieb Straßenwesen, weil das inzwischen von Privat an die Gemeinde verkaufte Eckhaus einem Verkehrsraum mit mehr Sicherheit weichen soll. Dieses zweite Projekt befinde sich derzeit in der Entwurfsplanung.

Auf der einstigen Grünewalder (Beton-)Straße galt wegen des Krachs Tempo 30 für Lastwagen, auf der neuen Straße nicht mehr. Das Straßenverkehrsamt behalte dort jedoch den Verkehr im Blick, heißt es aus der Behörde.

 Diese Grafik zeigt den ersten, fertigen Landesstraßen-Bauabschnitt (L 63) in Staupitz und den geplanten Abschnitt der L 62. Wahrscheinlich im Jahr 2021 droht die nächste Vollsperrung. Betroffen wäre die Verbindung Elsterwerda – Finsterwalde.
Diese Grafik zeigt den ersten, fertigen Landesstraßen-Bauabschnitt (L 63) in Staupitz und den geplanten Abschnitt der L 62. Wahrscheinlich im Jahr 2021 droht die nächste Vollsperrung. Betroffen wäre die Verbindung Elsterwerda – Finsterwalde. FOTO: LR / Manfred Feller

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 Bei der Freigabe am Montagvormittag standen die Gäste bereits auf dem nächsten Landesstraßen-Bauabschnitt in Staupitz. Im Hintergrund das abzureißende Eckwohnhaus.
Bei der Freigabe am Montagvormittag standen die Gäste bereits auf dem nächsten Landesstraßen-Bauabschnitt in Staupitz. Im Hintergrund das abzureißende Eckwohnhaus. FOTO: LR / Manfred Feller
(mf)