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| 13:20 Uhr

Der Sommerhitze entkommen
Schradenland-Bäder steuern Rekordbesuch an

Das Freibad Merzdorf am Freitagmittag. Bei der brütenden Hitze sind die schattigen Stellen der Liegewiesen begehrt.
Das Freibad Merzdorf am Freitagmittag. Bei der brütenden Hitze sind die schattigen Stellen der Liegewiesen begehrt. FOTO: Maik Gentsch
Merzdorf/Großthiemig. So viele Badegäste wie lange nicht bis Mitte Juli: In Merzdorf und Großthiemig sollten die Höchstwerte der Vorjahre in diesem Sommer locker geknackt werden. Von Manfred Feller

Während die Natur unter Hitze und Trockenheit leidet, steuern die beiden Freibäder im Schradenland Besucherrekorde an. „Dieses Jahr ist echt der Wahnsinn“, ist Maik Gentsch, Koordinator Bäder im Amt Schradenland, sehr zufrieden mit der Resonanz.

Das größere der beiden Bäder, es befindet sich in Merzdorf, zählte 2017 rund 10 000 Gäste. „Jetzt liegen wir schon bei 8500. Täglich kommen 400 bis 500 hinzu“, so Maik Gentsch. Auch in Großthiemig sollte der Vorjahreswert von etwa 8000 Besuchern vielleicht noch im Juli geknackt werden. Je nach Wetter und Wochentag lassen es sich dort Tag für Tag 200 bis 300 junge und ältere Badefreunde gut gehen. „Damit sind wir sehr gut ausgelastet“, stellt Maik Gentsch fest. Da es im Umland kaum Freibäder gibt, ist das Schradenland ein begehrtes Ziel. Selbst aus Großenhain und - trotz Umweg aufgrund der Straßensperrung in Wainsdorf - aus Gröditz reisen die Besucher an. Ganzkörperbadeanzüge, wie sie von Muslimen getragen werden, seien in beiden Bädern aus hygienischen Gründen verboten. Darauf werde am Eingang in drei Sprachen hingewiesen.

Im Juni und Juli mussten die Bäder wetterbedingt jeweils nur zwei Tage schließen. Üblich seinen eine bis eineinhalb Wochen. Bis 20 Uhr sind Liegewiesen und Becken geöffnet. Bei Lufttemperaturen von über 30 Grad und ausreichend Besuchern auch schon mal bis 21 Uhr.

Je ein Rettungsschwimmer sorgt in Merzdorf und Großthiemig für die Sicherheit. Vier Retter, die sich abwechseln, stehen insgesamt bereit. Von leichten Schürfwunden und Schnittverletzungen abgesehen, sei noch nichts Ernsthaftes passiert.

Maik Gentsch hat festgestellt, dass immer mehr Kinder und Jugendliche nicht schwimmen können. Auch deshalb werden Kurse angeboten. Aktuell läuft einer in Merzdorf.

Leiden die Liegewiesen und die Wasserqualität unter den hohen Temperaturen und den vielen Badenden? „Es ist alles bestens“, versichert Maik Gentsch. Das Grün werde über Nacht „gesprengt“, während von dem Wasser monatlich amtliche Proben genommen werden. Zuletzt am Dienstag. Die sofort analysierten Grundwerte seien in Ordnung. Auch die mikrobiologische Untersuchung werde kein anderes Ergebnis bringen, ist sich der Koordinator sicher.