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Football erobert Elsterwerda

Schon am Einlaufen der EEC Magpies erkennen die Zuschauer, wo der Sport herkommt. Die USA sind für ihre spektakulären Shows bekannt.
Schon am Einlaufen der EEC Magpies erkennen die Zuschauer, wo der Sport herkommt. Die USA sind für ihre spektakulären Shows bekannt. FOTO: Sattler
Elsterwerda. Viele Besucher, die den Weg auf den Holzhof fanden, konnten sich bis Samstag nicht wirklich viel vom American Football vorstellen. Mit einer spektakulären Show hat sich das geändert. Mirko Sattler

Die im Frühjahr gegründete Truppe um Coach Michael Schmetzer von den EEC Magpies (Elstern) stellte sich am Samstagnachmittag im Rahmen eines Familienfestes in einer beeindruckenden Art und Weise den Zuschauern vor. Diese kamen nicht nur aus Elsterwerda selbst. Es hat sich bis über Kreis- und Landesgrenzen herumgesprochen, dass es nun auch in Elsterwerda einen Verein gibt, der eine der in den USA beliebtesten Sportarten ins Elbe-Elster-Land holt.

"Ein normales Spiel würden unsere Gäste nicht verstehen. Deshalb präsentieren wir die neue Sportart in einem sogenannten Showspiel", verriet Präsident Michael Schmetzer. Zuvor wurde der ehemalige Platz noch dementsprechend auf Vordermann gebracht. "Um hier spielen zu können, mussten wir den Platz etwas vergrößern, um an die 120 Yards für das Spielfeld heranzukommen. Die vorhandenen Tore wurden ausgegraben und durch andere ersetzt", erklärte Vorstandsmitglied Robert Nähring. Mit durch sein Engagement konnte die große Magpies-Vorstellungsparty erst steigen. Der Dank kam von seinen Vereinsmitgliedern in Form eines Sprechchores.

Mit 13 Jahren ist Paul Kummer der jüngste Spieler unter den Magpies. "Ich nahm in Dresden einmal einige Trainingseinheiten. Der Weg war mir aber etwas zu weit. Vor der Entscheidung, Football zu spielen, spielte ich Fußball. Das hat mich aber als hyperaktiven Jungen nicht mehr gefordert. Über einen Freund meines Vaters stellte ich den Kontakt zu diesem Verein her", so der Glaubitzer, der die Rückennummer 41 als Andenken an einen Dresdner Mitspieler trägt.

Etwas mehr Erfahrung in Sachen Football haben die Freiberg Phantoms. Zwischen den Sachsen und den Brandenburgern ist mittlerweile eine Freundschaft gewachsen. "Wir erwarten heute nicht viel. Es wird ein kleines Freundschaftsspiel geben, damit die Besucher erst einmal erfahren, worum es bei unserem Sport geht. Wir werden im nächsten Jahr in den Ligaspielbetrieb übergehen. Wenn die Elsterwerdaer Jungs soweit sind, werden wir sicher auf sie als sogenannte Konkurrenten treffen", sagte der Freiberger Coachs Thomas Saupe.

Am Spielfeldrand stand Spielermutti Gabi Köhler und jubelte ihrem Sohn zu. "Ich finde es toll, was hier aus Eigeninitiative entstanden ist. Ich bin stolz auf die 40 Jungs. Mein Sohn, der in Dresden wohnt, ist mit Leib und Seele dabei", so die 53-jährige Elsterwerdaerin, die noch nicht ganz hinter die Regeln des Spiels gekommen ist. Genauso wenig vom Spiel weiß Bürgermeister Dieter Herrchen. "Für mich ist es Neuland. Was hier aber von dem neugegründeten Verein geleistet wurde, zeigt mir, dass der Verein hinter Elsterwerda steht. Es ist erstaunlich, wie in der Kürze der Zeit der Verein an Mitgliedern gewachsen ist und wie sie mit Lust und Leidenschaft dahinterstehen", so das Stadtoberhaupt.

Im Rahmenprogramm ist es ein Fest für die Familie mit Hüpfburg, Tombola und Spiel und Spaß für Jung und Alt geworden. Wer wollte, konnte ein Foto machen, das ihn im Spieleroutfit zeigt oder selbst einmal das ovale Spielgerät werfen.

Die Elsterwerdaer Footballer treffen sich immer mittwochs ab 18.30 Uhr und sonntags ab 15 Uhr.