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| 09:41 Uhr

Neues aus der Alwine Domsdorf
Fledermäuse bremsen Dachsanierung aus

 Zumeist marode Häuser prägen die ehemalige Bergarbeitersiedlung „Alwine“, eine Siedlung des Uebigau-Wahrenbrücker Ortsteils Domsdorf.
Zumeist marode Häuser prägen die ehemalige Bergarbeitersiedlung „Alwine“, eine Siedlung des Uebigau-Wahrenbrücker Ortsteils Domsdorf. FOTO: dpa / Patrick Pleul
Domsdorf. Vor einem Jahr fand die ehemalige Bergarbeitersiedlung Alwine im Stadtgebiet Uebigau-Wahrenbrück (Elbe-Elster) einen neuen Besitzer. Die Sanierung geht aber nur in kleinen Schritten voran. Von Frank Claus

In der wegen ihrer spektakulären Versteigerung bundesweit in die Schlagzeilen gekommenen Siedlung Alwine (Elbe-Elster) haben bereits im vergangenen Jahr erste, noch kleinere Sanierungsarbeiten begonnen. Im Mittelpunkt steht der Wohnblock Alwine Nr. 104, ein Haus mit acht Wohnungen. Dort war nach mehreren Stürmen das Dach besonders in Mitleidenschaft gezogen worden. Nach Entkernungsarbeiten wurden die Bauarbeiten wieder eingestellt. Jetzt sollten sie eigentlich weitergehen, werden aber schon wieder ausgebremst. Schuld daran sind Fledermäuse, die ein Dachdecker im Dachstuhl entdeckte. Die Untere Naturschutzbehörde, so Uebigau-Wahrenbrücks Bürgermeister Andreas Claus (parteilos), sei eingeschaltet. Geprüft werden müsse, ob und wie die Fledermäuse umgesiedelt werden können.

Ansonsten gehe die Sanierung des Areals nur schleppend voran. Das Projekt „Erfinderdorf“, das außergewöhnliche Projekte im Handwerk und Handel initiieren will, und eine Zukunftsvision für den Standort ist, sei ebenfalls nicht vom Tisch.

Die „Alwine“ war im Dezember 2017 für 140 000 Euro versteigert worden. Der Bieter trat wenig später zurück. Seit März 2018 gehört die Siedlung, in der noch 15 Menschen in zumeist abgewirtschafteten Häusern leben, einem Berliner Immobilienmakler.