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Flächendeckende Schäden nach Sturm im Elbe-Elster-Kreis

Sturmschäden in Elbe/Elster
Sturmschäden in Elbe/Elster FOTO: Veit Rösler
Elbe-Elster. So viele umgefallene Bäume und abgebrochenen Äste haben die Feuerwehrmänner und die Polizeibeamten der Region nach einem einzelnen Sturm noch nie gesehen. Viele von ihnen hatten selber Mühe zum Dienstort und dann zu den zahlreichen Einsatzstellen zu gelangen. Veit Roesler

Während Sturm Kyrill 2007 zwischen Bad Liebenwerda, Lauchhammer und Ruhland eine Schneise der Verwüstung hinterließ, waren diesmal die Schäden flächendeckend. In Hohenleipisch war vom späten Nachmittag bis in die halbe Nacht hinein der Strom ausgefallen.

Als der Strom dann zu vorgerückter Stunde wieder zugeschaltet wurde, der nächste Schock: Die Gemeinschaftsantennenanlage zertrümmert, alle Fernseher dunkel. In und um Hohenleipisch sind wie überall im Raum Bad Liebenwerda, Elsterwerda und Plessa unzählige Bäume umgefallen. Überall auf den Straßen abgefallenes Blattwerk und abgebrochene Äste. In der Goethestraße Hohenleipisch sind mehrere scharfkantige Wellplatten durch die Luft geschossen.

Auf der Bahnstrecke zwischen Plessa und Elsterwerda Biehla waren Bäume in die Fahrleitung gestürzt. Der Fahrdraht wird dabei geerdet und automatisch abgeschaltet. Der Lokführer eines noch rollenden Regionalexpress schaffte es gerade noch rechtzeitig, seinen Zug vor dem umgestürzten Baum mit einer Schnellbremsung zum Stehen zu bringen. Der Zug kam allerdings knapp auf einem Bahnübergang zum Halten, wodurch dieser sich zunächst nicht öffnen ließ. Die Fahrgäste mussten evakuiert und mit Taxis weiter befördert werden. Eine durch Bäume geerdete Fahrleitung auch zwischen Elsterwerda und Frauenhain.

Am Holzhof in Elsterwerda zertrümmerte einen abgefallenen Ast die Ladefläche eines polnischen LKW. Vom Dach der Sparkasse in Elsterwerda schleuderte der Sturm zahlreiche Dachziegel auf die Straße. Ähnlich sah es auch bei Familie Runge in Elsterwerda Biehla aus. Im Dach ein großes Loch, die Ziegel im Garten, insgesamt fünf Bäume umgestürzt. Mit dabei sogar eine Eiche. Zwei der Bäume zertrümmerten den Gartenzaun, um dann auf der Straße zu landen.

Auf der Ortsverbindung zwischen Gorden und Oppelhain ging für mehrere Stunden nix mehr. Unzählige Bäume waren auf die Straße gestürzt. In der Elsterwerdaer Innenstadt ist ein Flachdach in der Elsterstraße ca. 100 Meter weit durch die Luft geflogen, um sich dann regelrecht um einen Baucontainer einer Straßenbaustelle zu wickeln. In der Baustelle überflutete Gräben und umgestürzte Bauzäune. An der TC- Tankstelle in der Lauchhammerstraße in Elsterwerda hat der Sturm sogar ein Tanksäule aus der Verankerung gerissen.