Was für ein Sommer. Fast keine Woche, in der nicht irgendwo im Landkreis Elbe-Elster Getreide, abgeerntete Stoppelfelder oder sonstige trockene  Flächen in Flammen stehen. Am Mittwochabend, 29. Juli, gegen 19.40 Uhr müssen Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Bad Liebenwerda nach Kröbeln ausrücken. Ein Stoppelfeld brennt. Die Erntetechnik ist nicht mehr auf dem Feld, hat bereits vorher auf den Nachbarschlag umgesetzt.
Die Kröbelner Kameraden sind schnell vor Ort, bringen das Feuer fast allein unter Kontrolle. Und trotzdem rollt die „große Kapelle“, in diesem Fall mehrere Tanklöschfahrzeuge, an. Warum? Die RUNDSCHAU hat den amtierenden Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann befragt. Und der hat plausible Erklärungen.

Erstmeldung hieß „Waldbrand“ in Kröbeln

Über die Leitstelle Lausitz sei nämlich die Meldung „Waldbrand“ zwischen Nieska und Kröbeln eingegangen. „Vermutlich hat ein Bürger gemeldet und das von weitem so eingeordnet“, glaubt Martin Neumann. Für die Bad Liebenwerdaer steht jedenfalls fest: Das ist gefährliches, weil noch munitionsbelastetes Gebiet. Und bei Wald- und insbesondere auch Getreidefeldbränden gelte immer: Der Erstangriff, jeder Tropfen Wasser, entscheidet bedeutend über Ausmaß und Dauer des Einsatzes. „Wir haben für uns entschieden, lieber etwas mehr zu alarmieren. Das hat sich bislang bewährt. Wir haben fast alle Flächenbrände bislang klein halten können“, sagt Martin Neumann. Er erklärt, dass bei Flächenbränden oft viel Wasser benötigt werde, entweder aus den Tankern oder es müssten Schlauchlängen und Wasserentnahmestellen aufgebaut werden. „Dazu brauchst du Leute“. In Kröbeln ermittelt nun auch die Polizei.
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