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| 01:26 Uhr

Feuerzangenbowle im Kraftwerk kredenzt

Plessa.. Dort, wo früher die Turbinen summten und wo das Kondenswasser gesammelt wurde, wird es am Freitag, 29. Februar, um 19.30 Uhr nach süffiger Feuerzangenbowle duften.

Das Kraftwerk Plessa habe sich zum Ende des durch das Regionalbudget „Pro Moderne - für eine liebens- und lebenswerte Heimat - Landkreis Elbe-Elster“ geförderten Projektes wieder einmal etwas Besonderes ausgedacht, stellt Geschäftsführer Hans-Joachim Schubert in Aussicht. „Industriekultur mit Leib und Seele“ war der Projektbeitrag des Kraftwerks. Zugleich soll der Abend aber auch Auftaktveranstaltung für die Fortsetzung des Präventionsprojektes „Für einen gewaltfreien, toleranten und europäisch weltoffenen Schraden“ darstellen.
Wie unter Küchenchefs üblich habe man in Plessa ein ganz besonderes Spezialitätenrezept hervorgekramt, kündigt Hans-Joachim Schubert an: „Man nehme maximal 70 feierfreudig nette Mitmenschen, eine alte Kraftwerkshalle, einen alten Roman und einen alten Film, gläserne Gefäße, Rot- und Weißwein, Zuckerhüte, hochprozentigen Rum, fünf große Terrassenstrahler, jede Menge guter Laune und Genuss-Sucht“ - das seien die Zutaten für diesen Feuerzangenbowle-Abend.

Roman dient als Vorlage
Dabei dreht sich alles um den Roman aus dem Jahr 1933, verfasst von dem Drehbuch- und Kabarett-Autor Hans Reimann, den er zusammen mit dem Schriftsteller Heinrich Spoerl unter dessen Namen veröffentlichte. Reimann als gebürtiger Leipziger, der auch für den „Simplicissimus“ und „Die Weltbühne“ schrieb, der in den 30er-Jahren eine Hitler-Parodie plante, sie dann aber wegen massiver Drohungen der Nazis nicht veröffentlichte, gilt als „geistiger Vater“ der humoresken Romandialoge. Von Heinrich Spoerl, der heute noch als alleiniger Autor angesehen wird, stammt die literarische Rahmenhandlung. Der Roman wurde mehrfach verfilmt, so 1934 unter dem Titel „So ein Flegel“ sowie 1944 und 1970 unter dem Romantitel. 1934 und 1944 spielte Heinz Rühmann die Rolle des „Pennälers“ Hans Pfeiffer.

Filmausschnitte und mehr
Mit Zitaten und Filmausschnitten, aber auch Gesprächen über die Lausbübereien der eigenen Schulzeit und mehr soll der Genuss der realen Feuerzangenbowle im Kraftwerk verschönt werden. Dazu sollen kleine Snacks aus dem Roten-Koch-Studio des Kraftwerks gereicht werden.
Für die Feuerzangenbowle als Getränk, an den Tischen der Besucher zelebriert, und für die Snacks erbittet das Plessaer Kraftwerksteam von jedem Gast eine Spende von neun Euro. (red/pos)

Die Platzkarten für den auf maximal 70 Besucher limitierten Abend gibt es ab Montag, 18. Februar, beim Besucherdienst im Kraftwerk Plessa.