Gegen 9.15 Uhr am Samstag, 11. Januar 2020, beginnt der Feuerwehreinsatz in Elbe-Elster, der die Feuerwehrleute dann mehrere Stunden lang beschäftigen wird. Mehrere Autofahrer wählen den Notruf und berichten von einer Ölspur. Zunächst rücken die Feuerwehren in Koßdorf und Brottewitz aus. Bei Koßdorf, einem Ortsteil der Stadt Mühlberg, stellen die Einsatzkräfte eine Ölspur fest.

Dann folgen weitere Einsätze. Insgesamt seien bis zum Samstagmittag mehr als 20 Fahrzeuge der Feuerwehren unterwegs gewesen, sagt Axel Leubauer von der Leitstelle Lausitz in Cottbus. Denn die Ölspur reicht weiter auf die B 101 und zieht sich von dort Richtung Herzberg, bis nach Sachsen-Anhalt und in den Landkreis Teltow-Fläming nahe Jüterbog. Später spricht die Leitstelle von einer etwa 60 Kilometer langen Ölspur allein auf dem Territorium des Landkreises Elbe-Elster.

Spree-Neiße

„Wahrscheinlich hat ein einziger LKW Diesel verloren, und so hat sich eine durchgehende Ölspur gebildet, die durch die feuchte Witterung aufblüht, das sieht dann nach mehr aus“, sagt Leubauer. Für Vermutungen, dass es sich um einen Holztransporter gehandelt haben könnte, gibt es noch keine Bestätigung.

Der Einsatz ist für die insgesamt 96 Kameraden der Feuerwehr noch ein historischer: „Es ist der erste gemeinsame Einsatz der neu gebildeten Verbandsgemeinde-Feuerwehr Liebenwerda“, berichtet der diensthabende Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann. Mit rund 900 Feuerwehrleuten in 41 Ortsfeuerwehren ist das die größte Feuerwehr im Land Brandenburg.

Ölspur: Mehrstündiger Einsatz für Feuerwehren in Elbe-Elster

Jedenfalls sei das Öl auf der Straße insbesondere in Kurven und auf Kreuzungen gefährlich, weil der Straßenbelag rutschig werde und es zu Unfällen kommen kann. Die Ölspur sei abgebunden worden. „Für die Kameraden ist das ein aufwendiger Einsatz, sie müssen alles wegfegen, den Samstag hätte sich mancher sicher auch anders vorgestellt“, sagt Leubauer. Bis etwa 13 Uhr waren die Kameraden der Verbandsgemeinde-Feuerwehr im Einsatz.