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| 01:23 Uhr

Fernöstliche Heilpilze in Hohenleipisch

Auf solchen Baumstämmen züchtet Manfred Stelmaszyk seit 20 Jahren in seinem Garten Shiitake-Pilze.
Auf solchen Baumstämmen züchtet Manfred Stelmaszyk seit 20 Jahren in seinem Garten Shiitake-Pilze. FOTO: Rösler
Hohenleipisch.. Seit 20 Jahren ist Manfred Stelmaszyk aus Hohenleipisch in seinem Garten leidenschaftlicher und erfolgreicher Pilzzüchter. Veit Rösler

Zu seiner leckersten Sorte gehört der exotische fernöstliche Shiitake- Baumpilz, der seit tausenden Jahren in der traditionellen chinesischen Medizin zu den wirksamsten Heilpilzen zählt.
Der in den Wäldern Chinas und Japans wildwachsende Pilz wird bei Manfred Stelmaszyk in Eichen- oder Nussbaumstämmen gefällter Bäume geimpft. Im Keller neben dem Heizkessel muss er sich dann mehrere Monate mit etwas Feuchtigkeit bei konstanter Temperatur entwickeln. Im Sommer in den Garten gestellt, geht dann alles ganz schnell. Innerhalb einer Woche entfalten die Pilze mit ihren hell- bis dunkelbraunen Hut ihre ganze Pracht. Die gefällten Baumstämme überstehen die Prozedur etwa sechs Jahre, dann können sie noch als Kaminholz genutzt werden. Zum Schutz der leckeren Beute vor Weinbergschnecken werden die Stämme in ein Wasserbecken gestellt.
Dem Shiitake wurde einst sogar Wunderheilkraft zugeschrieben. Die Menschen sollen früher den Pilz Kaisern und Königen zum Geschenk gemacht haben. Im Jahre 199 haben die Bewohner einer japanischen Provinz dem damaligen Kaiser Shiitake solche Pilze als Geschenk dargebracht. In weitaus älteren chinesischen Quellen ist der Gebrauch des später so bezeichneten Shiitake beschrieben.
Bei Manfred Stelmaszyk wird der vom harten Stiel entfernte Pilz wie ein Schnitzel paniert. Er entfaltet eine andere Geschmacksrichtung als die heimischen Pilzsorten. Und wer isst nach der Zubereitung mit? „Alle“ , lacht Manfred Stelmaszyk.