| 14:49 Uhr

Familientreffen besonderer Art

Abfahrt! Die beiden Natoureumsmitarbeiter Frank Höppner und Harald Krüger lassen mit Kämmerer Gerd Engelmann die ersten Züge rollen.
Abfahrt! Die beiden Natoureumsmitarbeiter Frank Höppner und Harald Krüger lassen mit Kämmerer Gerd Engelmann die ersten Züge rollen. FOTO: Frank Claus
Bad Liebenwerda. So oft zischt, dampft und hupt es auf der Gartenbahnanlage am Natoureum im Bad Liebenwerdaer Ortsteil Maasdorf nur zum Gartenbahntreffen. Am Wochenende haben wieder mehr als 50 Aussteller aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Thüringen und ganz Brandenburg ihre Modelle gezeigt und sie im dauernden Wechsel auf die Gartenbahnanlage selbstständig in die Spur gesetzt. Frank Claus

Die Anlage stellt auf einer Fläche von etwa 1700 Quadratmetern den Naturpark "Niederlausitzer Heidelandschaft" mit seinen Orten und Bahnlinien dar.

Dabei ist das Gartenbahntreffen längst so etwas wie ein großes Familientreffen der Hobbyeisenbahner. Viele von ihnen tragen natürlich auch die Eisenbahnermütze. Die meisten sind Altbekannte in Maasdorf, kommen wegen der schmucken Anlage, der prima Atmosphäre und der klasse Organisation durch die beiden Natoureumsmitarbeiter Frank Höppner und Harald Krüger immer wieder gern nach Maasdorf. Ein Engagement, das Bad Liebenwerdas stellvertretender Bürgermeister Gerd Engelman ausdrücklich öffentlich lobte. Die Stadt stehe zur Anlage und zum Natoureum, obwohl beides immer auch ein Zuschussgeschäft bleiben wird. Neu waren in diesem Jahr die "Feldbahnsinnigen" aus Sachsen - in Anspielung an ihre aufwendiges Hobby haben sie aus "Wahnsinnigen" eben "Bahnsinnigen" gemacht.

Doch was ist das Besondere an Gartenbahnen? Zunächst natürlich der Fakt, dass die Anlagen der Spurbreite G 45 Millimeter im Freien betrieben werden. Während der "normale" Modellbahnbesitzer mit filigraner Technik aufwartet, muss bei der Gartenbahn alles ein bisschen robuster sein. Was nicht bedeutet, dass in den Lokomotiven weniger Technik steckt. Immerhin gibt es die in digitaler Bauweise, manche fahren mit Echtdampf und einige im Westernstil. Gartenbahner haben meist auch ganz außergewöhnliche Lokschuppen. In einigen Fällen fahren die Züge durch spezielle Mauerwerksöffnungen in Garagen und stehen so geschützt neben dem Familienwagen, durch Klappen in Schuppen hinein oder aber auch in eigens vorbereitete Tunnel unter Erdhaufen.

www.lr-online.de/bilder