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| 18:52 Uhr

Wettkrähen in Plessa
Familie Schellschmidt weiß am besten, wie ihr Hahn tickt

Als absoluter Sieger schaffte ein Zwerghuhn der Rasse „Grübbe Bartzwerge weiß“ von Jürgen Schellschmidt 116 Weckrufe. Auf dem zweiten Platz landete Kevin Theiler (2.v.r.) mit einem „Federfüßigen Zwerg Isabell porzellanfarbig“. Bei den Großhühnern holte Heinz Trobisch (2.v.l.) aus Plessa-Süd mit einem „Vorwerk-Hahn“ mit 114 Rufen den 1. Platz vor Annegret Kramer (3.v.r.) aus Elsterwerda mit einem „Marans schwarz-silber“, das 92 Rufe losließ.
Als absoluter Sieger schaffte ein Zwerghuhn der Rasse „Grübbe Bartzwerge weiß“ von Jürgen Schellschmidt 116 Weckrufe. Auf dem zweiten Platz landete Kevin Theiler (2.v.r.) mit einem „Federfüßigen Zwerg Isabell porzellanfarbig“. Bei den Großhühnern holte Heinz Trobisch (2.v.l.) aus Plessa-Süd mit einem „Vorwerk-Hahn“ mit 114 Rufen den 1. Platz vor Annegret Kramer (3.v.r.) aus Elsterwerda mit einem „Marans schwarz-silber“, das 92 Rufe losließ. FOTO: Veit Rösler
Plessa. Als absoluter Sieger schaffte ein Zwerghuhn der Rasse „Grübbe Bartzwerge weiß“ in einer Stunde 116 Weckrufe beim 34. Vatertags-Wettkrähen in Plessa.

Volle Konzentration! Während des Wettkampfes stören, oder doch nicht stören, geheime Zeichen geben und welche Dopingpräparate sollten dem Wettkämpfer verabreicht werden? Diese Fragen spielten auch beim 34. traditionellen Vatertags-Wettkrähen in Plessa eine große Rolle. Vor allem aber auch die große Preisfrage: Warum kräht ein Hahn überhaupt, warum kräht er zu Hause ohne Unterlass und warum gibt er beim Wettkampf keinen Mucks von sich, oder eben auch umgedreht. Während einige der Schreihälse über 100 Weckrufe losließen, verweigerten andere Artgenossen ihre akustische Leistung komplett.

Wettkämpfer aus Gorden, Kahla, Plessa, Plessa-Süd, Lauchhammer und Elsterwerda sind am Himmelfahrtstag in Plessa mit insgesamt 28 Tieren an den Start gegangen, davon acht Großhühner und 20 Zwerghühner. Als absoluter Sieger schafft ein Zwerghuhn der Rasse „Grübbe Bartzwerge weiß“ der Familie Schellschmidt aus Plessa in den 60 Minuten Wettkampfzeit insgesamt 116 Weckrufe. Auf dem zweiten Platz landete Kevin Theiler aus Lauchhammer mit einem „Federfüßigen Zwerg Isabell porzellanfarbig“ mit 99 Brüllern. Bei den Großhühnern holte Heinz Trobisch aus Plessa-Süd mit einem „Vorwerk-Hahn“ mit 114 Rufen den 1. Platz vor Annegret Kramer aus Elsterwerda mit einem „Marans schwarz-silber“, das 92 Rufe losließ. Las Vegas lässt grüßen! Erstmals konnten in diesem Jahr auf bestimmte Hähne Wetten abgeschlossen werden, insbesondere auf die Anzahl der Krährufe. Wer dabei bei bestimmten Tieren auf die „0“ für die Anzahl der Rufe wettete, hatte laut Statistik die größten Chancen, denn neun Tiere gaben absolut keinen Ton von sich.

Was die Hähne zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Krähen bringt, ist selbst unter Züchtern nicht ganz klar. Manche versuchen ihre Tiere zu trainieren oder zumindest heraus zu bekommen, auf welche Reaktion von außen es zum Rufton kommt. Viel Licht oder auch Dunkelheit, die Gegenwart des weiblichen Hühnervolkes scheinen eine Rolle zu spielen. Dabei fällt auf: Immer wieder steigen ganz bestimmte Züchter auf die Siegertreppchen ganz nach oben. Haben sie den geheimen Heiligen Gral des Krährufes bereits gefunden? Als Trostpreis gibt es für die Züchter der ganz stillen Mitbewerber am Ende zumindest eine Packung Hähnchengewürz.

(vrs)