In der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober, zwischen 21 und 2 Uhr, werden aus einer verschlossenen Halle der Agrargenossenschaft Mühlberg am Standort Altenau drei rote Radlader der Marke Weidemann im Gesamtwert von etwa 160 000 Euro gestohlen. Nicht eine der drei Betriebsmaschinen ist bislang aufgetaucht. Nach Angaben der Polizeidirektion Süd seien zur Tatnacht auch keine Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.

Auf dem Tieflader davongefahren

Polizei und Landwirtschaftsbetrieb gehen aufgrund der Spurenlage davon aus, dass die drei Radlader am Betriebsgelände auf einen Tieflader gefahren und abtransportiert worden sind. Möglicherweise zugedeckt mit einer Plane, sei das Gespann auf den nächtlichen Straßen nicht besonders aufgefallen. Nach den Fahrzeugen werde international gefahndet. „Wir gucken auch im Internet nach, was dort angeboten wird“, sagt Uve Gliemann, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Mühlberg.

Auftraggeber wohl im Ausland

Die Reise der Radlader könnte überall hingegangen sein. Landwirtschaftsbetriebe seien als Abnehmer ebenso möglich wie Baufirmen. Denn die Maschinen können mit unterschiedlichen Anbauten versehen werden. Als wahrscheinlichstes Ziel vermutet Uve Gliemann Auftraggeber in Ost- oder Südosteuropa. Ein GPS-Sender zur Ortung war nicht eingebaut.
Versichert sei nur der Wiederbeschaffungswert. Das heißt: Der bestohlene Betrieb zahlt bei Anschaffungen auf jeden Fall drauf. Günstige Gebrauchte gebe es nicht auf dem Markt. Weil die Technik dringend gebraucht wird, musste bereits ein neuer Radlader angeschafft werden. Wert: 55 000 Euro.
Hinweise zu der Tat bitte an das Polizeirevier Elsterwerda (Telefon 03533 6050).