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| 11:59 Uhr

Zwei Sportler wachsen über sich hinaus
Elsterwerdaer meistern Extremparcours in Bayern

Frank Wilhelm (l.) und Marcel Haubold haben nach dem extremen Hindernisrennen noch genügend Kraft zum Jubeln.
Frank Wilhelm (l.) und Marcel Haubold haben nach dem extremen Hindernisrennen noch genügend Kraft zum Jubeln. FOTO: privat
Elsterwerda/Mellrichstadt. Völlig fertig und verdreckt: ASV-Sportler Marcel Haubold und Frank Wilhelm packen den härtesten Hinderlauf Deutschlands.

Mit den Kräften am Ende und total verschmutzt haben sie es tatsächlich geschafft. Marcel Haubold und Frank Wilhelm von der Laufsportgruppe des Ausdauersportvereins (ASV) Sun-Sport-Team Elsterwerda haben das härteste Hindernisrennen Deutschlands im bayrischen Mellrichstadt gemeistert. Für die etwa 18 Kilometer lange Strecke, gespickt mit 400 Höhenmetern und mehr als 50 physisch anstrengenden Aufgaben brauchten sie zwei Stunden und 30 Minuten.

Dabei war das Wetter alles andere als einladend. „Unser Start erfolgte mit etwas Verspätung gegen 12 Uhr bei Nieselregen und kühlen 12 Grad“, berichtet Marcel Haubold. „Aber nach dem dritten Hindernis war das völlig egal. Es ging brusthoch durch Schlammwasser, und die Feuerwehr hielt mit dem Schlauch von oben drauf.“

Die Aufgaben waren nichts für Untrainierte. So musste eine 30 Kilogramm schwere Steinkugel über 150 Meter getragen werden. Es waren viele Eskaladierwände, Gerüste und Heuballen zu überwinden. „Diverse Hangelgerüste und Kriechpassagen verlangten einem die letzten Kräfte ab. Mit leichten Schürfwunden und Wadenkrämpfen erklommen wir die vier Meter hohe Quarterpiepe, die das Ziel des Laufes markierte. Danach ging es in das letzte Wasserbecken, und es war geschafft“, so Marcel Haubold.

Unter den insgesamt fast 2000 Teilnehmern aus ganz Europa habe ein unglaublicher Teamgeist geherrscht. Dies mache diesen extremen Hindernislauf zu etwas ganz Besonderem.

Die beiden ASV-Sportler haben noch nicht genug. Sie gehören bereits zu den ersten 300 Startern, die für das Ereignis im nächsten Jahr angemeldet sind. Wer Interesse habe und verrückt genug sei, so etwas mitzumachen, der könne sich gern an das Sun- Sport-Team  wenden.

(mf)