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Expertenrunde vertagt Aufzug-Entscheidung

Stört ein außen liegender Aufzug bis ins Dach die Ansicht des Wohnhauses "Orgelakademie" vom Südring her?
Stört ein außen liegender Aufzug bis ins Dach die Ansicht des Wohnhauses "Orgelakademie" vom Südring her? FOTO: mcl1
Bad Liebenwerda. Ob alle Wohnungen im Komplex der Orgelakademie auf dem Marktplatz in Bad Liebenwerda künftig über einen Aufzug zu erreichen sind, ist auch nach einer Expertenrunde am Ort des Geschehens noch nicht entschieden. Frank Claus

Im Gebäude der ehemaligen Druckerei Ziehlke, später "Aktivist" und dann im Besitz der Variograph GmbH, sollen elf Wohnungen, geplant barrierefrei erreichbar, mitten im Herzen der Kurstadt entstehen. Etwa 1,1 Millionen Euro sind für den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes kalkuliert. Knackpunkt ist der Aufzug. Während der Förderverein der Orgelakademie, zugleich Bauherr, einen Ausbau bis ins Dachgeschoss favorisiert, ist laut Baugenehmigung die Montage nur bis ins Geschoss darunter möglich. Darauf hatte die Denkmalpflege gedrungen. Bei einem Vorort-Termin hätten alle Beteiligten nochmals Für- und Wider-Argumente aufgezeigt, so Bürgermeister Thomas Richter (CDU). Und weiter: "Eine Bedenkzeit von 14 Tagen ist vereinbart worden. Wir wollen als Gesundheitsstadt natürlich, dass die neu errichteten Wohnungen im Stadtzentrum auch barrierefrei erreichbar sind. Das ist ja unser Konzept." Außerdem lasse sich das wirtschaftlich wesentlich besser darstellen. Die Denkmalpflege habe moniert, dass ein Aufzug bis nach oben der Ansicht nicht zuträglich sei. Richter hofft nun, dass die Argumente von Stadt und Förderverein überwiegen. Das Haus soll schon im Oktober bezugsfertig sein. "Die Entscheidung ist jetzt nötig, um nicht in Bauverzug zu geraten", so Thomas Richter.