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Etwas geringerer Zuspruch

Ausverkauft: das Konzert mit den "Weberknechten".
Ausverkauft: das Konzert mit den "Weberknechten". FOTO: S. Mägel
Martinskirchen. Martinskirchen und Altbelgern hätten mit mehr Besuchern gerechnet. Der Förderverein ist aber dennoch nicht unzufrieden. Das Konzert mit den "Weberknechten" am Freitag war ausverkauft. Frank Claus

Die Vorsitzende des Fördervereins Schloss Martins- kirchen, Kathrin Degen, macht gar keinen Hehl daraus: "Wir hatten mit noch mehr Besuchern gerechnet", um gleich nachzuschieben: "Wir sind aber dennoch zufrieden und wahrscheinlich von den vergangenen Jahren etwas verwöhnt." Eine Erklärung für das etwas geringere Interesse? "Ich denke, es hat an der großen Reformationsveranstaltung im benachbarten Torgau gelegen. Besucher, die dort waren, haben uns erzählt, sie seien aus der Stadt geflüchtet, weil man nicht mehr treten konnte." Genau jene Gäste hätten sich dann sehr erfreut gezeigt, dass auch am Abend noch Führungen in Martinskirchen angeboten worden seien.

Dabei war das Konzert mit den "Weberknechten" am Freitag ein Erfolg. "Wir waren mit 70 Besuchern ausverkauft und das trotz des nicht geringen Eintrittspreises", berichtet Kathrin Degen. Alle Führungen seien im Übrigen gut angenommen worden und über Mittag waren alle Plätze an den Tafeln besetzt. Dass Martinskirchen und Altbelgern in diesem Jahr so geballt aufgetreten sind, hat Kathrin Degen besonders gefallen. "Da haben viele mitgezogen", berichtet sie. Frank Nitzsche von der Bockwindmühle habe zum Beispiel berichtet, dass zwar nicht so viele Besucher auf ein Mal da waren, aber ständiges Kommen und Gehen geherrscht habe. Auch in die Kirchen in Altbelgern und Martinskirchen habe es Geschichtsinteressierte gezogen. "Wir liegen nun mal etwas abseits, machen aber immer wirkungsvoller auf uns aufmerksam", glaubt die Fördervereinschefin und ist mit ihren Mitgliedern sehr optimistisch. Das Dorf der Denkmäler, wie sich Martinskirchen zurecht sieht, wird noch mit einigen Überraschungen aufwarten.