Die Anfangsminuten des Spieles wurden durch beide Abwehrreihen geprägt. Die Calauer spielten teilweise mit drei vorgezogenen Spielern, und der ESV war dadurch verunsichert in seinen Angriffsaktionen. Es häuften sich viele Abspielfehler und serienweise wurden die besten Einwurfmöglichkeiten versiebt.
Nicht verwunderlich, dass erst nach zehn Minuten das 1 : 2 durch D. Geppert erzielt wurde. Jetzt stellte sich der ESV besser auf den Gastgeber ein. Drei Tore in Folge durch M. Beck brachten eine 1 : 5-Führung. In der Folgezeit blieb das Spiel sehr zerfahren. Die Akteure vom ESV nutzten abermals nicht ihre Möglichkeiten aus, hatten aber in W. Möckel im Tor einen sicheren Rückhalt, viele Paraden des Torhüters sicherten den Vorsprung. Die Spielstände von 2 : 6, 4 : 7 und 8 : 11 belegen das. Kurz vor der Halbzeitpause bekam der ESV eine unnötige Zeitstrafe, die Calauer verkürzten zum 10 : 12-Halbzeitstand.
Die Anfangsminuten der zweiten Halbzeit gestalteten sich sehr ausgeglichen (12 : 12, 14 : 14), keiner konnte sich absetzen. In der 40. Spielminute erzielte M. Scheerat von Rechtsaußen die 15 : 16-Führung für den ESV. Die Elsterwerdaer bemühten sich, durch Kampf- und Einsatzwillen, einen beruhigenden Vorsprung zu erzielen.
Die Abwehr stand nun auch wieder besser, besonders R. Kekulé und R. Prinz muss man hier ein großes Lob zollen. Der in der zweiten Halbzeit eingesetzte Torhüter M. Hesse (nach langer Verletzungspause), brachte die Calauer Spieler mit seinen Glanzparaden zur Verzweiflung. Darauf basierend setzten auch die anderen ESV-Aktiven nach und so gelang S. Stephan von Linksaußen das 15 : 17. Weiterhin traf R. Weyde nach gelungener Einzelaktion zum 15 : 19. Dieser Vorsprung konnte in Folgezeit gehalten und sogar nach 53 Minuten auf fünf Tore zum 18 : 23 ausgebaut werden. Die Gastgeber versuchten jetzt, durch offensive Manndeckung das Spiel noch zu kippen und verkürzten auf 20 : 24. In der 57. Minute wurde der ESV mit drei Hinausstellungen bestraft, und man sah schon die Felle davon schwimmen. Aber durch Glück und Geschick gelang es den restlichen ESV-Akteuren in Unterzahl den Ball zu halten und durch M. Schurig sogar auf 20 : 25 zu erhöhen.
Jetzt wusste der ESV, dass die zwei Punkte eingefahren waren und setzte noch den Schlusspunkt zum vielumjubelten 21 : 26 Endstand. Zufrieden und glücklich trat man die Heimreise an.
Am Samstag kommt es um 17 Uhr in eigener Halle zum Rückspiel gegen den HV Ruhland II. Hier sollte für den ESV mit mannschaftlicher Geschlossenheit ein Sieg möglich sein.

Für den ESV spielten: M. Hesse, W. Möckel, M. Beck (6), M. Scheerat (5), D. Geppert (6), R. Weyde (3), R. Prinz (2), M. Schurig (2), S. Stephan (2), R. Kekulé.