Bis dahin und seit Anfang Mai waren vermutlich von dem Raubtier mindestens sechs nur wenige Tage junge Kälber des Tochterunternehmens Plessaer Zucht- und Mastrind GmbH totgebissen sowie ganz oder teilweise aufgefressen worden. Regelmäßige Zählungen helfen, den Bestand von etwa 150 Mutterkühen und mehr als 100 Kälbern im Blick zu behalten. „Die Abkalbespitze ist durch“, atmet Hans-Jürgen Richter auf. Das heißt, die meisten Kälber sind inzwischen einige Tage alt und nunmehr kräftig genug, um innerhalb ihrer Herde aktiv Schutz suchen und um sich bei Gefahr bemerkbar machen zu können. Die Tierzüchter nehmen das Angebot des Landesumweltamtes an, sich hinsichtlich möglicher Wolfsschutzmaßnahmen und Fördermöglichkeiten beraten zu lassen.