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| 01:03 Uhr

Es gab kaum Probleme

Region.. Seit gestern ist er da, ganz in Weiß – der Winter. Die Kinder freut es, denn es sind Ferien. Die Kraftfahrer sind weniger begeistert. Vor allem jene, die noch immer mit Sommerreifen unterwegs sind – unübersehbar als schleichende Verkehrshindernisse. Der Winterdienst war zwar im Einsatz, aber wie in jedem Jahr empfindet mancher, dass nicht ausreichend beräumt wurde. Von Frank Hilbert

„Wir sind seit 3 Uhr mit fünf Fahrzeugen unterwegs. Auch die zweite Schicht ist von 11.45 Uhr bis 21 Uhr nochmals auf den Kreisstraßen unterwegs“ , so Siegbert Heide, der stellvertretende Straßenmeister der Straßenmeisterei des Landesbetriebs für Straßenwesen Brandenburg gestern auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Schon am Abend zuvor sei man ab 19 Uhr bis Mitternacht mit Räumfahrzeugen unterwegs gewesen.
Das Amt Schradenland hat die Garten- und Landschaftsbaufirma Müller aus Elsterwerda für den Winterdienst unter Vertrag. „Das hat heute früh gut geklappt“ , schätzt Bauamtsleiter Siegfried Linge ein. Die Gemeinde Röderland hat seit Januar die Firma Packroff aus Elsterwerda für den Räumdienst engagiert. Gestern war deren Feuertaufe. „Sie ist für rund 43 Kilometer Straßen zuständig und es hat bestens geklappt“ , findet Markus Terne, Sachgebietsleiter im Ordnungsamt.
In Mühlberg waren seit 5 Uhr sieben Bauhofmitarbeiter mit diverser Räum- und Streutechnik unterwegs. „Sie haben rund zwölf Kilometer Straßen und das Stadtgebiet zu betreuen“ , sagt Bauhofchef Heinz Degen, dem keine größeren Probleme beim städtischen Winterdienst bekannt waren. Lediglich in Fichtenberg mussten sie das Auto eines ihrer Kollegen aus dem Schnee ziehen.
Mit drei Multicar und einem Unimog waren sieben Mitarbeiter des Elsterwerdaer Bauhofes seit vier Uhr im Einsatz, ist von Wolfgang Kraus, zuständig für den Bauhof, zu erfahren. In der Kur stadt waren Peter Lange keinerlei Störungen bekannt. Hier hatte der Bauhof den Schnee zu beräumen und zu streuen.
Die Firma Jähnichen aus Kahla war gestern bis 6.30 Uhr im Bereich des Amtes Plessa unterwegs. „Aber dann fing es wieder an zu schneien, so dass der Winterdienst nochmals ran musste, was sich dann bis Mittag hingezogen hat“ , so Reinhard Pachtmann, Leiter des Bauhofes, der für sämtliche kommunalen Objekt zuständig ist. In Plessa hatten unter anderem Lastwagen auf der Straße zum Kraftwerk ihre Probleme. Sogar ein Radlader musste zum Einsatz kommen, um dem Brummifahrer zu helfen.
Auch anderenorts hatten Autofahrer so ihre Probleme mit den Straßenverhältnissen. So kam es zwischen 6 und 17 Uhr im Elbe-Elster-Kreis zu insgesamt 18 Verkehrsunfällen, davon allein 13 wegen Nichtbeachtung der winterlichen Verhältnisse. Neun Unfälle davon ereigneten sich im Bereich des Elsterwerdaer Polizeireviers. Bis auf einen, gab es dabei lediglich Blechschäden.
So kam gegen 7.30 Uhr eine 43-jährige Frau zwischen Gröden und Plessa-Süd nach links von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen Baum. Dabei wurde die Fahrerin leicht verletzt, konnte nach ambulanter Behandlung jedoch das Krankenhaus in Elsterwerda wieder verlassen. An ihrem Auto entstand ein Schaden von rund 3000 Euro.
Problematisch war es - wie bereits im Vorjahr - für einige Brummifahrer, die die Steigung am Ortsausgang von Elsterwerda in Richtung Bad Liebenwerda auf der B 101 aufgrund der Straßenglätte nicht schafften. Da half nur noch Sand unter den Rädern.