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| 17:22 Uhr

Ein Markenzeichen des Elbe-Elster-Landes
Erster Auftritt für die Hofkapelle

Das Neue Mannheimer Orchester trägt nach dem Internationalen Gebrüder-Graun-Wettbewerb den erstmals verliehenen Ehrentitel „Hofkapelle Elbe-Elster“. Damit verbunden sind drei finanzierte Probenwochen und Auftritte im Landkreis. Im Januar ist das Orchester in dieser „Funktion“ zum ersten Mal zu hören.
Das Neue Mannheimer Orchester trägt nach dem Internationalen Gebrüder-Graun-Wettbewerb den erstmals verliehenen Ehrentitel „Hofkapelle Elbe-Elster“. Damit verbunden sind drei finanzierte Probenwochen und Auftritte im Landkreis. Im Januar ist das Orchester in dieser „Funktion“ zum ersten Mal zu hören. FOTO: Neues Mannheimer Orchester
Bad Liebenwerda/Finsterwalde. Lions Club Elsterwerda-Bad Liebenwerda finanziert erste Probenwoche und das Premierenkonzert. Gebrüder Graun werden ein Markenzeichen des Landkreises Elbe-Elster. Von Frank Claus

Jetzt ist es perfekt! Elbe-Elsters neue Hofkapelle – verliehen bekam das Neue Mannheimer Orchester diesen Titel beim Internationalen-Gebrüder-Graun-Wettbewerb  – wird im nächsten Jahr zum ersten Mal eine Probenwoche vom 18. bis 25. Januar in Bad Liebenwerda absolvieren und dabei ein Konzert am 24. Januar geben. Möglich macht das der Lions-Club Elsterwerda-Bad Liebenwerda, der den Aufenthalt finanziert. „Wir haben die Bemühungen um die Pflege des Graun-Erbes im Landkreis sehr genau verfolgt und wollen unseren Beitrag dazu leisten“, sagt Lions-Präsident Wilhelm Neustadt. Lions-Mitglied Stephan Creuzburg, bekennender Klassik-Liebhaber, ist begeistert: „Ich habe die Hofkapelle gehört, fantastisch. Wir alle sollten helfen, den Graun-Wettbewerb als Marke des Landkreises weiter zu etablieren.“

Die Sparkasse Elbe-Elster macht das seit Jahren und auch diesmal. Sie stellt für die Probenwoche das Bürgerhaus zur Verfügung. In noch nie dagewesenem Maß hat es beim diesjährigen Wettbewerb Förderer gegeben. Die Städte Bad Liebenwerda und Uebigau-Wahrenbrück sind eingestiegen und zahlreiche namhafte Firmen. In der Sparte Alte Musik wird der Wettbewerb immer bekannter. 63 Sänger und Instrumentalisten, darunter 21 Solisten und zehn Ensembles aus 22 Ländern hatten sich beworben. Das Neue Mannheimer Orchester, das nun auch den Titel „Hofkapelle Elbe-Elster“ tragen darf, besteht aus Studenten des Koninklijk Conservatorium Den Haag und des Konservatorium van Amsterdam. Das Orchester ist eine internationale Gruppe mit Talenten aus den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Japan, Korea, Indonesien, Argentinien, Australien, Kanada, Mexiko und den USA. Es spielt als Hauptorchester sowie Harmoniemusikkapelle.

Doch die Bemühungen, das Graun-Erbe zu pflegen, gehen in Elbe-Elster längst weiter. Die Musikschule trägt den Namen der Komponisten und seit fünf Jahren wird auch die klassische Ausbildung an den Musikschulstandorten weiter qualifiziert. „Wir waren bei Wettbewerben bislang in allen Sparten stark vertreten, nur im klassischen Bereich nicht. Das wollen wir ändern“, sagt Kulturamtsleiter und Musikschulchef Andreas Pöschl. Gerade seien neue Lehrer für Violine und Querflöte eingestellt worden. Philine Jobst forme ein Streichorchester in Finsterwalde, Antje Schaffranietz kümmere sich seit Jahren leidenschaftlich in Herzberg und Elsterwerda um den klassischen Nachwuchs, Hristo Dimitrov werde sie jetzt verstärken. Nassib Ahmadieh, gerade erst wieder von einer Konzertreise unter Stardirigent Daniel Barenboim zurückgekehrt, kümmere sich um das Fach Cello.

Die Graun-Gesellschaft in Wahrenbrück und das Kulturamt erarbeiten gemeinsam mit der Stadt Uebigau-Wahrenbrück die neue Graun-Ausstellung, die im zweiten Halbjahr im ehemaligen Trauzimmer des Rathauses Wahrenbrück eröffnet werden soll. Die Kulturfeste Brandenburg helfen und selbst ganz kleine Initiativen wachsen: die Bäckerei Dorn aus Wahrenbrück backt die „Graun-Kruste“.