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Erst laufen, dann feiern

Kiebitzlauf. (sk) Zum 10. Mal startet am Samstagvormittag der Kiebitzlauf, der im Terminkalender vieler Sportfreunde längst einen festen Platz bekommen hat.

Die Distanzen von 4,2 und 10 Kilometern haben bisher alle Starter gemeistert. "Unser Schlussfahrer musste jedenfalls noch keinen zur Ziellinie schleppen", lacht Kornelia Hahn von den organisierenden Kiebitz-Stampfern.

Sie weiß: Was so mühelos aussieht, braucht eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt und der Feuerwehr und viele Helfer. Um die 25 sind es alljährlich, die sich um die Betreuung und Verpflegung der Läufer kümmern, die Strecke ausschildern und als Kontrollposten für Sicherheit sorgen... Ein versiertes Team, das bis hin zum Moderator reicht: Detlev Hahn, der Mann von Kornelia Hahn und der Einzige in der Familie, der es nicht so mit dem Laufen hat. "Ist nicht schlimm", sagt seine bessere Hälfte dazu, "er braucht halt seine Puste für andere Sachen." Zum Beispiel als unermüdlich plappernder Moderator. Auch das zeichnet den Kiebitzlauf aus.

Etwa 80 Prozent seiner Starter sind laut Kornelia Hahn "Mehrfachtäter", also solche, die immer wieder dabei sein. Die restlichen 20 Prozent sind Neue, die reinschnuppern, bestenfalls Gefallen finden und, vom Laufvirus infiziert, im nächsten Jahr dann schon zu der erstgenannten Gruppe gehören. Die gastgebenden Kiebitz-Stampfer kennen dieses Virus nur zu gut. Sie sind seit Jahren alle selbst davon befallen. Einziges "Problem": Sie sind im Land sehr verstreut. "Jeder trainiert mehr oder weniger für sich und seinen nächsten Wettkampf", berichtet Kornelia Hahn.

Die Schmerkendorferin will es selbst noch mal wissen. Ihr aktuelles Ziel: Einmal noch den Marathon in New York laufen. "Mein Abschlusstraum vor dem Rollator", witzelt die Langstreckenläuferin. Wer's glaubt, wird seelig...

Glauben kann man aber auf jeden Fall, dass die Kiebitz-Stampfer auf Nachwuchs setzen können. Fünf Steppkes absolvieren bereits Bambini-Läufe und sammeln ihre ersten Medaillen.