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| 19:10 Uhr

Wissenschaftliche Arbeit gewürdigt
Er lehrt nun als Privatdozent an der Charité

Priv.-Doz. Dr. med. habil. – diese Abkürzungen für berufliche Abschlüsse darf Stephan Kreher aus Bad Liebenwerda jetzt seinem Namen hinzufügen.
Priv.-Doz. Dr. med. habil. – diese Abkürzungen für berufliche Abschlüsse darf Stephan Kreher aus Bad Liebenwerda jetzt seinem Namen hinzufügen. FOTO: Frank Claus / LR
Bad Liebenwerda. Der Onkologe und Hämatologe Stephan Kreher besteht die höchstrangige Hochschulprüfung. Von Frank Claus

Mit 39 Jahren Privatdozent: Der Hämatologe und Onkologe Stephan Kreher, niedergelassener Arzt in Bad Liebenwerda, kann ab sofort in seiner Berufsbezeichnung einige Titel mehr führen.  Privat-Dozent Dr. med. habil. Stephan Kreher lautet nun sein vollständiger Titel. Darüber hinaus ist er in Teilanstellung noch Oberarzt im Klinikum Elbe-Elster – am Standort Herzberg.

Seit mehreren Jahren hat Stephan Kreher auf die Habilitation hingearbeitet. Es ist die höchstrangige Hochschulprüfung in Deutschland, Österreich, Frankreich, Liechtenstein, der Schweiz und einigen osteuropäischen Ländern. Der Weg dahin bedeutet intensive wissenschaftliche Arbeit. Im Rahmen eines akademischen Prüfungsverfahrens wird nach erfolgreichem Abschluss die Lehrbefähigung in einem wissenschaftlichen Fach festgestellt.

Stephan Kreher hat sie in diesem Monat im Fach Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie an der Charité in Berlin erlangt. Damit verbunden ist seine Anerkennung zum Privatdozenten.

Was hat den Mediziner angetrieben, sich neben seiner berufspraktischen Arbeit weiter auf die Schulbank zu setzen? „Ich forsche bereits viele Jahre auf den Gebieten der Hämatologie und Onkologie an der Charité. Immer wieder kommen neue Erkenntnisse dazu. Der Ehrgeiz ist groß, dazu beizutragen, Krebserkrankungen heilen oder lindern zu können“, sagt er.

Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit ist die Erforschung der molekularen Mechanismen, die der Krebsentstehung zugrunde liegen. Die Zusammenhänge zu erkennen, bilde die Grundlage für zielgerichtete Therapieverfahren.

Der Bad Liebenwerdaer Stephan Kreher, der seit 2015 in der Kurstadt eine eigene Praxis führt und dazu mit seiner Familie wieder in die Heimat zurückgekehrt ist, hat bereits zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, insbesondere zu den Entstehungsmechanismen aggressiver Lymphome (Lymphdrüsenkrebs wie zum Beispiel das klassische Hodgkin-Lymphom) veröffentlicht.

Bei der zurückliegenden, mehrjährigen Lehrtätigkeit und Ausbildung in der studentischen Lehre an der Charité hat er Spaß dabei gewonnen, sein Wissen weiterzugeben. Nun wird er noch öfter nach Berlin fahren, denn die Habilitation und Ernennung zum Privatdozenten ist verbunden mit einer regelmäßigen Lehrtätigkeit an der Charité.

In Bad Liebenwerda hat er bereits nachhaltig Spuren hinterlassen. Seinem und dem Engagement vieler Partner ist es zu verdanken, dass das „HausLeben“, eine Einrichtung, in der Krebspatienten und deren Angehörige Hilfe und Beratung finden, so schnell zu einem wichtigen Anlaufpunkt wurde. Die Einrichtung befindet sich unweit des Lubwartturms.