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| 18:37 Uhr

Versorgungssicherheit steigt
Nach Stromausfall durch Gewitter ist Plessa schneller am Netz

Die fernschaltbare Trafostation für Plessa wird entladen.
Die fernschaltbare Trafostation für Plessa wird entladen. FOTO: Veit Rösler
Plessa. Weitere fernschaltbare Trafostation in Elbe-Elster geht demnächst in Plessa in Betrieb. Strommasten weichen, mehr Erdkabel.

Die Versorgungssicherheit mit Elektroenergie in Elbe-Elster wird weiter verbessert, teilt die Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH mit. Der enviaM-Netzbetreiber nimmt in der Gemeinde Plessa eine 170 000 Euro teure, fernschaltbare Trafostation in Betrieb.

Durch einen 100-Tonnen-Kran ist am Mittwoch in Plessa an der Ecke Waldstraße/Kreuzung Amsel-/Finkenweg, eine 24 Tonnen schwere Station aus Stahlbeton mit elektrischem Innenleben auf dem vorbereiteten Fundament platziert worden. Das Gerät ersetzt eine nicht fernsteuerbare Trafostation aus dem Jahr 1993 in der Waldstraße und eine weitere im Kraftwerk Plessa. Der große Vorteil dieser modernen Investition liegt in seiner fernüberwachten Schutztechnik. Von der zentralen Netzleitstelle in Taucha können über Funk Schalthandlungen ausgeführt werden. Hatte bislang zum Beispiel bei einem Gewitter der Überlast-Schutzschalter einer herkömmlichen Station ausgelöst, mussten Elektromonteure ausrücken. Das konnte Stunden dauern, in denen die Verbraucher keinen Strom hatten. Nun können die Zu- oder Umschaltsignale auf funktionierende Leitungen in kurzer Zeit über das Handynetz übermittelt werden, erklärt Daniel Breutmann, Fachreferent Mittel- und Niederspannung bei Mitnetz Strom.

Der östliche und südliche Teil von Plessa wird zukünftig über diese neue Station in der Waldstraße fernüberwacht. Ihren Strom erhält die Station vom Mittelspannungs- Ringnetz von Elsterwerda über Gröden bzw. über Hohenleipisch und Döllingen. Auch diese Zuleitungen werden erneuert. Anstelle der von Masten getragenen Fernleitungen werden Erdkabel verlegt. Die Sturmsicherheit erhöht sich.

Die fernschaltbare Trafostation in Plessa ist eine von über 15 in der Netzregion Brandenburg. Weitere folgen. Sieben stehen in Elbe-Elster. Das Unternehmen investiert rund 3,6 Millionen Euro. Das Stromnetz im Landkreis Elbe-Elster hat eine Länge von rund 1700 Kilometern.

Vor der Inbetriebnahme der neuen Station in Plessa, die 60 Jahre arbeiten soll, wird es eine etwa einstündige, angekündigte Stromabschaltung in dem Gebiet geben.

(vrs)