| 17:28 Uhr

Elsterwerdas Wehr im Dauerstress

Niedergebrannt ist eine größere Gartenlaube an der Berliner Straße in Elsterwerda. Die Feuerwehr konnte andere Lauben retten.
Niedergebrannt ist eine größere Gartenlaube an der Berliner Straße in Elsterwerda. Die Feuerwehr konnte andere Lauben retten. FOTO: Christian Benkhardt
Elsterwerda. Es knallt und brennt öfter. Nach dem entspannten Monat Juli rücken die Kameraden der Stadt mit ihren Nachbarlöschzügen gegenwärtig täglich aus. Manfred Feller

Verkehrsunfälle, Straftaten, Brände und Hilfeleistungen - Polizei und Feuerwehr haben derzeit in Elsterwerda und Umgebung gut zu tun.

Am Dienstag kurz vor 9 Uhr wurden Beamte und Floriansjünger zur Bahnbrücke in die Kraupaer Straße gerufen. Dort hatte ein Lastwagenfahrer mit Kranaufsatz die geringe Durchfahrtshöhe missachtet, so die Polizei. Der Mann blieb unverletzt und konnte sein Gefährt selbstständig verlassen. "Allerdings wurde das Spezialfahrzeug erheblich beschädigt", informiert Ralph Meier von der Polizeidirektion in Cottbus. "Nach einer statischen Prüfung durch einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG ist die Brücke weiterhin befahrbar." Die Bahn selbst rechnet mit einem Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro. "Der Lastkraftwagen hat einen Anfahrtsschaden an der Eisenbahnbrücke in Elsterwerda-Biehla verursacht. Dabei sind Abschürfungen am Brückenträger entstanden", teilt Bahnsprecher Gisbert Gahler mit. Den Gesamtschaden an Brücke und Fahrzeug schätzt die Polizei auf ungefähr 10 000 Euro.

Die alarmierte Feuerwehr aus Elsterwerda hatte dort nicht viel zu tun und wurde noch während dieses Einsatzes zusammen mit den Kameraden aus Hohenleipisch und Plessa zum Klosterberg nach Hohenleipisch beordert. Ein Einwohner hatte der Leitstelle Hilferufe und eine dunkle Rauchwolke gemeldet. Doch außer Spesen nichts gewesen. "Jemand hat dort lediglich Gartenabfälle verbrannt. Wir mussten nicht handeln", stellt Daniel Neubert, Wehrführer in Elsterwerda, fest.

Erst am Montagabend gegen 20.30 Uhr war die Wehr in einer kleinen Gartenanlage an der Berliner Straße in Elsterwerda im Einsatz. Eine Laube brannte lichterloh. "Wir haben das Übergreifen der Flammen auf Bäume und andere Gartenlauben verhindert", sagt Daniel Neubert. Die Löschzüge aus Biehla und Kraupa haben unterstützt. Um 22.30 Uhr war der Einsatz laut der Leitstelle Lausitz beendet.

Auch am Wochenende hatten die Kameraden nicht frei. In Biehla musste am Sonnabend ein starker Ast von der Straße geräumt werden. Dann war eine längere Ölspur zu beseitigen. In der gefluteten Fußgängerunterführung in Elsterwerda muss die Pumpenanlage ausgefallen sein. Die Wehr rückte mit ihrem Gerät an. Am Sonntag noch einmal. Damit der Tunnel passierbar blieb, legte der Bauhof einen Holzsteg. Und schließlich half die Feuerwehr noch bei einer Wohnungsöffnung. Eine ältere Person war in ihren vier Wänden gestürzt und hatte den Notruf gewählt.

"Im Juli hatten wir nur zwei Einsätze, dafür im August das volle Programm", wundert sich Daniel Neubert über das Einsatzgeschehen. Er hofft auf eine Verschnaufpause. Trotz Urlaub und Arbeit sei die Einsatzbereitschaft gegeben, lobt er Kameraden und Arbeitgeber. Elsterwerda hat insgesamt 52 Kräfte, Biehla 33 und Kraupa neun.