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Elsterwerdaer verpasst knapp das Bundesfinale der Redner

Sprachtalent Erik Krebs.
Sprachtalent Erik Krebs. FOTO: Anja Brautschek
Elsterwerda. Sollen an weiterführenden Schulen alle Schülerinnen und Schüler verpflichtet werden, im Rahmen eines Schulausflugs einen Ort des Gedenkens an die deutsche Teilung zu besuchen? Mit dieser Frage trat Erik Krebs vom Elsterschloss-Gymnasium in Elsterwerda beim Landesfinale von "Jugend debattiert" im Plenarsaal in Potsdam gegen die Besten von Brandenburg an. Den Bundeswettbewerb in der Altersklasse der Acht- bis Zehntklässler am 27. abh

Juni verpasste er nur knapp. Zufrieden ist der Neuntklässler trotzdem.

Immerhin setzte sich der talentierte Redner gegen mehr als 4000 Jung-Debattierer aus Brandenburg durch und belegte den dritten Platz. "Es war sehr schön und auch aufregend", sagt er. Kritik von den Juroren gab es nur wenig. "Bei meiner Argumentation könnte der rote Faden noch deutlicher werden", gibt er das Feedback wider. Dafür wurde die ruhige Art des Elsterwerdaers und seine Sprachkompetenz gelobt. "Beim Bundesfinale vor dem Bundespräsidenten zu debattieren, wäre das I-Tüpfelchen", so Erik Krebs. Für den Wettbewerb hat er sich lange vorbereitet, seinen Ausdruck trainiert und Pro- und Contra-Argumente zurechtgelegt. Denn die Redner erfahren erst während des Wettbewerbes, welche Position sie vertreten. "Das ist ein enormer Aufwand. Man muss gut recherchieren, um seine Argumente zu untermauern. Und das alles neben der Schule", erzählt er.

Seit einem Jahr ist er Teil der Arbeitsgemeinschaft Debattieren des Elsterschloss-Gymnasiums. Der 15-Jährige ist sprachlich sehr interessiert und sucht immer neue Herausforderungen. "Meine Deutschlehrin hat mich auf die Idee gebracht. Und das hat mir so gut gefallen, dass ich dabei geblieben bin", erinnert er sich.

Als nächstes will sich Erik in einem Austauschjahr der englischen Sprache widmen und seine Kenntnisse weiter ausbauen. Denn ein gutes, sprachliches Ausdrucksvermögen sei für jeden Beruf wichtig. "Und Englisch wird immer gebraucht."

Für seine berufliche Zukunft stellt sich Erik jedoch etwas anderes vor: Er will Mediziner werden. "Auch da ist es wichtig, dem Patienten alles verständlich erklären zu können."