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| 18:15 Uhr

Festveranstaltungen am 30. und 31. August
Elsterwerdaer Schule feiert 50. Geburtstag

Ein Jahr brauchten die Bauleute, um eine der damals modernsten und größten Schulen im ehemaligen Kreis Bad Liebenwerda zu errichten. Hier eine Aufnahme aus dem August 1967.
Ein Jahr brauchten die Bauleute, um eine der damals modernsten und größten Schulen im ehemaligen Kreis Bad Liebenwerda zu errichten. Hier eine Aufnahme aus dem August 1967. FOTO: Dietmar Koßagk / privat
Elsterwerda. Seit dem Jahr 1968 pauken Schüler an dem Bildungsstandort. Das wird in den nächsten Tagen ordentlich gefeiert. Von Dietmar Koßagk

Am 2. September 1968 wurde der Schulstandort in Elsterwerda feierlich eröffnet. Somit begeht die Schule 2018 ihr 50-jähriges Bestehen. Es ist Tradition in der Schule in Elsterwerda-West, diese Jubiläen zu feiern. Die Festveranstaltungen dazu finden am 30. und 31. August auf dem Schulgelände statt. Am Donnerstag werden wir in einer offiziellen Feierstunde 50 Jahre Schulgeschichte Revue passieren lassen. In einer Ausstellung wird diese Entwicklung bildreich dokumentiert. Am Freitag werden wir in Kooperation mit der Wohnungsbaugenossenschaft Elsterwerda ab 15 Uhr unser Schulfest feiern, zu dem die interessierte Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist.

Der Schulstandort in Elsterwerda-West hat eine bewegte und sehr erfolgreiche Geschichte hinter sich.

Im Dezember 1967 sehen die künftigen Schüler des nahen Wohngebiets, die zu diesem Zeitpunkt noch in die Husemann-Schule gehen, ihre schicke neue Bildungseinrichtung in Elsterwerda-West.
Im Dezember 1967 sehen die künftigen Schüler des nahen Wohngebiets, die zu diesem Zeitpunkt noch in die Husemann-Schule gehen, ihre schicke neue Bildungseinrichtung in Elsterwerda-West. FOTO: Dietmar Koßagk / privat

Nach einer einjährigen Bauzeit wurde die Schule als eine der modernsten und größten im ehemaligen Kreis Bad Liebenwerda am 2. September 1968 eingeweiht. Bevor unsere Schule errichtet wurde, gingen die Schüler des Wohngebietes in die Husemann-Schule. Die Klassen 1 bis 4 wurden am Standort in der Schillerstraße und die Klassen 5 bis 10 in der Rudolf-Breitscheidt-Straße unterrichtet. Zur gleichen Zeit existierten in Elsterwerda zwei weitere polytechnische Oberschulen (POS): eine in Biehla und eine am Schlossplatz. Aufgrund steigender Schülerzahlen machte sich der Bau einer weiteren POS im Stadtgebiet erforderlich. Es wurde der Schulstandort Elsterwerda-West gewählt. Im Schuljahr 1968/69 wurden bereits 20 Klassen beschult, mit 607 Schülern. Das entspricht einer Klassenfrequenz von 30,4 Schülern. In Zukunft wurden am Schulstandort Elsterwerda-West zwischen 25 und 30 Klassen beschult, wobei das Schuljahr 1974/75 den Spitzenplatz mit 904 Schülern und 31 Klassen einnimmt. Danach sanken die Schülerzahlen leicht ab und erreichten im Wendejahr nur noch 22 Schüler je Klasse.

Heute haben wir im Schnitt 23 Schüler in der Sekundarstufe I und 20 Schüler in der Primarstufe. Auch die Zahl der Lehrer war großen Schwankungen unterlegen. 1968 arbeiteten 35 Lehrer und 1975 50 Lehrer an der Schule. Im Vergleich zu heute, wo noch 39 Lehrer 400 Schüler unterrichten, haben wir recht moderate Verhältnisse bekommen.

Das Schulkonzept wurde in einem Punkt in 50 Jahren unverändert beibehalten. Die Schule wurde im Wohngebiet für Schüler der 1. bis 10. Klassen eingerichtet. Das hat sich in 50 Jahren ihres Bestehens nicht geändert und wird künftig weiter beibehalten.

Wichtige Ereignisse in der Schulgeschichte dokumentieren ein interessantes und abwechslungsreiches pädagogisches Handeln von Schülern, Eltern und Lehrern. Am 27. September 1969 wurde ein erster Höhepunkt gefeiert: die Namensgebung der Schule. Ab diesem Datum hieß die Schule POS „Johannes Dieckmann“. In der Schule wurde ein besonderes Augenmerk auf sportliche Herausforderungen gelegt. Die Verbindung mit dem Sportensemble führte zu bemerkenswerten Erfolgen, weit über die Landesgrenzen hinaus. Weiterhin pflegte die Schule Partnerschaften mit namensgleichen Schulen in Eckertsberga und Zwickau.

Die POS „Johannes Dieckmann“ hatte bis zum Wendejahr Bestand und wurde mit dem Ende der DDR als POS aufgelöst. Aus ihr entstand 1991 die Gesamtschule Elsterwerda. Die Gesamtschule Elsterwerda wurde dann als Ganztagsschule mit Primarstufe und Sekundarstufe I geführt. Zunächst befand sie sich in Trägerschaft der Stadt Elsterwerda, später im Landkreis Elbe-Elster.

Die sportlichen Traditionen wurden mit Errichtung der Gesamt­schule fortgeführt. Ab dem Schuljahr 1993/94 existierte an der Gesamt­schule das deutschlandweit einmalige Zirkusprojekt „Zirkus macht Schule“. Weitere Höhepunkte im „Leben“ der Gesamtschule sind die Schulpartnerschaften mit der Leibnitz-Gesamtschule in Duisburg und der Gesamtschule in Potulice.

Ab 2005 wurden in Brandenburg alle Gesamtschulen und Realschulen aufgelöst und die Oberschule eingeführt. So entstand die Grund- und Oberschule Elsterwerda. Das Konzept der Differenzierung wurde von der Gesamtschule übernommen und um die Möglichkeit der kooperativen Form erweitert. Heute führt die Oberschule einen Hauptschul- und Realschulbildungsgang, in denen alle Abschlüsse der Sekundarstufe I möglich sind.

Mit dem Schuljahr 2017/18 wurden in Brandenburg Oberschulen mit Primarstufenteil als Schulzentren eingerichtet. Auch die Grund- und Oberschule Elsterwerda wird jetzt als Schulzentrum organisiert. Dabei sind die Grundformen der Differenzierung und des Ganztages unverändert erhalten geblieben. Im März 2018 hat der Kreistag des Landkreises Elbe-Elster einstimmig den Beschluss gefasst, dass die Grund- und Oberschule Elsterwerda ab dem Schuljahr 2018/19 „Elsterschulzentrum – Primarstufe & Sekundarstufe I“ heißen wird.

Das Elsterschulzentrum wird sich den neuen Herausforderungen im Brandenburger Bildungssystem stellen und Schritt für Schritt die Forderungen des neuen Rahmenplanes erfüllen. Dazu gehören „Gemeinsames Lernen, Erziehung mit und über Medien, Begabtenförderung und Kompetenzentwicklung entsprechend der Niveaustufen im Rahmenplan“.