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| 18:28 Uhr

Drei tolle Tage
Elsterwerdaer feiern trotz Kälte Frühlingsfest

23. Frühlingsfest in Elsterwerda FOTO: unbekannt / VRS
Elsterwerda. Eisige Temperaturen, leichte Schneeflöckchen und dick eingemummelte Besucher – das 23. Frühlingsfest in Elsterwerda wird als eines der kältesten Frühlingsfeste in die Geschichte dieser Veranstaltungsreihe eingehen.

Nachdem die Veranstalter in Anbetracht der eisigen Wetterprognosen von einer Besucherflaute ausgegangen waren, ist im Gewerbegebiet Ost an diesem Wochenende das Gegenteil zu erleben. Der Effekt: Scheint die Sonne bei moderaten bis heißen sommerlichen Temperaturen, zieht es im ländlich geprägten Raum in und um Elsterwerda viele in den eigenen Garten, zur Arbeit in den Beeten und Blumenrabatten. Am Abend wird dann genüsslich im Freien am Lagerfeuer bei Bier und Co. gefachsimpelt. Gehen die Temperaturen allerdings in den Keller, bleibt eigentlich nur noch das Frühlingsfest.

„Wir waren schon in der Nacht zum Samstag positiv überrascht. Sowohl auf dem Rummel als auch im beheizten Festzelt herrschte emsiges Treiben“, blickt Festorganisator Ronald Hänzka zurück. Auch am Samstagvormittag und erst recht am Nachmittag kommen unzählige Gäste zum Fest.

Insgesamt 22 Firmen haben sich in diesem Jahr am Frühlingsfest beteiligt, um für die Besucher ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen. Organisator Ronald Hänzka erntete erst einmal am Samstagmorgen bei der Eröffnung  mehrere dicke Lobesworte von der Chefin der Werbegemeinschaft Kerstin Baumert. Er halte seit vielen Jahren die Organisationsfäden für das Frühlingsfest zusammen. Für ihn sei im Prinzip der Tag nach dem Frühlingsfest auch der erste Tag zur Vorbereitung auf das kommende Jahr. Die heiße Phase der Festvorbereitungen beginne dann im September.

 Wohl dem, der die Winterjacke noch nicht weggepackt hatte. Das 23. Frühlingsfest Elsterwerda war trotz Kälte gut besucht.
Wohl dem, der die Winterjacke noch nicht weggepackt hatte. Das 23. Frühlingsfest Elsterwerda war trotz Kälte gut besucht. FOTO: unbekannt / VRS

Den Schaustellern ist das attraktive Fest als Einnahmequelle sehr wohl bewusst. Noch während die Veranstaltung läuft, gibt es erste Buchungen für das Folgejahr.

 Als Frühlingsfestfamilie wurden in diesem Jahr Cornelia und Maximilian Raum aus Kraupa mit ihren Kindern Minna, Tino und Moritz nominiert.
Als Frühlingsfestfamilie wurden in diesem Jahr Cornelia und Maximilian Raum aus Kraupa mit ihren Kindern Minna, Tino und Moritz nominiert. FOTO: unbekannt / VRS

Elsterwerdas Bürgermeisterin Anja Heinrich (CDU) bedankte sich bei ihren Stadtverordneten und gleichzeitig bei den Gewerbetreibenden der Stadt. Die Vorbereitung des Festes sei in jedem Jahr ein Kraftakt. Mit einer verlässlichen Truppe sei das interessante Fest aber machbar. Der Dank der Bürgermeisterin ging auch an Ronald Hänzka. „Den lassen wir nicht von der Leine“, meinte sie vor den versammelten Gästen – Vertretern von Politik und Wirtschaft.

 Sieger der 11. Holziade bei Theile: die Kita Zwergenstübchen aus Gröditz. Acht Kitas aus Brandenburg und Sachsen nahmen am Hasenhüpfen, Stelzenlauf, Eierlauf und Zielwerfen teil.
Sieger der 11. Holziade bei Theile: die Kita Zwergenstübchen aus Gröditz. Acht Kitas aus Brandenburg und Sachsen nahmen am Hasenhüpfen, Stelzenlauf, Eierlauf und Zielwerfen teil. FOTO: unbekannt / VRS

Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) würdigte die Arbeit der Vereine der Stadt. Die Akteure hätten mit ihrem Organisationstalent wieder einen bunten Frühlingsstrauß zusammengebunden. Was könne es Besseres geben, als die Menschen in die Region zu locken, in der die Wirtschaft ein solches Fest zu einem Schaufenster ihrer Leistungsfähigkeit mache. Christian Heinrich-Jaschinski wies aber auch auf den mittlerweile in der Region angekommenen Fachkräftemangel hin. „Eine Herausforderung. Wir müssen die Rahmenbedingungen schaffen, damit die Menschen wieder in der Region nach Jobs suchen. Das können wir nur gemeinsam schaffen“, so der Landrat. Man habe hervorragende Voraussetzungen, als Schulstandort, mit den Freizeitangeboten, mit den Vereinen und den Arbeitsplätzen vor der Haustür.

Als Frühlingsfestfamilie wurden in diesem Jahr Cornelia und Maximilian Raum aus Kraupa mit ihren Kindern Minna, Tino und Moritz nominiert. Lehrer der Friedrich Starke Grundschule hatten die Familie von Cornelia Raum vorgeschlagen, weil diese seit vielen Jahren engagiert als Elternsprecherin tätig ist. Nach der Bekanntgabe wurde die Familie mit Preisen überschüttet. Neben einem handgemachten Pokal aus der Hohenleipischer Töpferei Lück gab es einen üppig gefüllten Präsentkorb mit Produkten aus der Region, einen ansehnlich blühenden Baum und eine Rundfahrt mit zwei Fahrzeugen für insgesamt 16 Kinder durch das Gewerbegebiet zu den einzelnen teilnehmenden Firmen.

Das Frühlingsfest wartet in jedem Jahr mit einer Neuerung auf. Vor drei Jahren gab es erstmals eine Frühlingsfestfamilie, 2018 einen Regionalmarkt mit Produkten aus der Region und diesmal eine interessante Tombola. Als attraktivste Preise winkten ein 65 Zoll Fernseher im Wert von etwa 2000 Euro und ein Holzhaus für 1099 Euro. Zudem war diesmal erstmals eine Firma aus dem sächsischen Gröditz dabei.

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23. Frühlingsfest in Elsterwerda FOTO: unbekannt / VRS