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| 15:36 Uhr

Tornado in Antalya
Stürmische Heimreise für zwei Elsterwerdaer

Antalya/Elsterwerda. Nichts mit Sonnenmetropole: Jörg Werner und Andreas Richter erleben einen Tornado auf dem Flughafen Antalya. Von Frank Claus

Der Schreck sitzt ihnen immer noch in den Gliedern. Dabei hat der Tornado, den Jörg Werner und Andreas Richter aus Elsterwerda kurz vor ihrem Heimflug auf dem türkischen Flughafen Antalya erleben, „gerade mal etwa 20 Sekunden“ gedauert, wie Jörg Werner im Nachgang berichtet.

„Ich habe gesehen, wie der Sturm ein Flugzeug seitlich auf die Tragfläche gelegt hat, wie es zwei, drei weitere Flugzeuge am Boden um mehrere Meter verschob und schräg stellte und wie ein Bully des Flughafendienstes umgekippt ist“, sagt der 56-Jährige. Verschiedenen Medienberichten und Videos zufolge, die im Internet kursieren, ist auch ein mit Fluggästen besetzter Bus umgekippt. In Verlautbarungen ist von mehreren Verletzten die Rede.

Es war am Sonnabend gegen 10.15 Uhr, „als sich plötzlich ein Kreisel in der Luft bildete und über die Flugzeug-Abstellfläche vor dem Flughafengebäude fegte“, so Jörg Werner. Andreas Richter, als freischaffender Kameramann bekannt, habe sofort zur Kamera gegriffen. Schon in den vergangenen Tagen, so berichtet Jörg Werner, sei es im eigentlich sonnenverwöhnten Antalya ungastlich gewesen. Heftiger Sturm, Gewitter, Blitze, Regen – „unser Urlaub war ziemlich grau“, beschreibt der Elsterwerdaer. Türkische Medien berichten von mehereren Tornados, die Antalya binnen weniger Tage heimgesucht hätten.

Dass die beiden Elsterwerdaer nur mit knapp zweieinhalb Stunden Verspätung die Heimreise nach Dresden antreten konnten, habe sie selbst gewundert. Denn entlang der Rollbahnen „waren Beleuchtungsmasten umgekippt, lagen Trümmer herum, waren weite Flächen überschwemmt.“ Am Sonntag hatte sich Jörg Werner vom Schreck schon ganz gut erholt, meinte aber: „Ich glaube, diese Bilder vergesse ich nie.“

 Jörg Werner hat den Tornado aus dem Flughafengebäude beobachtet.
Jörg Werner hat den Tornado aus dem Flughafengebäude beobachtet. FOTO: LR / Andreas Richter