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| 02:37 Uhr

Elsterwerda: Pro Agro will die Agreda erhalten

Die Landwirtschafts- und Verbrauchermesse Agreda in Elsterwerda wird heute vor dem Einkaufszentrum Elster-Center Elsterwerda um 14 Uhr eröffnet. Neben einer Technik- und Tierschau präsentieren sich zahlreiche Firmen das gesamte Wochenende über im Zelt und auf den Freiflächen. Am Sonnabend ist die Ausbildungsmesse des Kreises ab 10 Uhr im ehemaligen Komplex AWG-Mode mit Schwerpunkt landwirtschaftliche Berufe geöffnet. Mit dabei ist dann auch Lisa Reimann am Stand des Landwirtschaftlichen Unternehmerverbundes Stolzenhain/Prösen. Seite 14.
Die Landwirtschafts- und Verbrauchermesse Agreda in Elsterwerda wird heute vor dem Einkaufszentrum Elster-Center Elsterwerda um 14 Uhr eröffnet. Neben einer Technik- und Tierschau präsentieren sich zahlreiche Firmen das gesamte Wochenende über im Zelt und auf den Freiflächen. Am Sonnabend ist die Ausbildungsmesse des Kreises ab 10 Uhr im ehemaligen Komplex AWG-Mode mit Schwerpunkt landwirtschaftliche Berufe geöffnet. Mit dabei ist dann auch Lisa Reimann am Stand des Landwirtschaftlichen Unternehmerverbundes Stolzenhain/Prösen. Seite 14. FOTO: M. Claus/mcl1
Elsterwerda. Überraschende Wende für die Landwirtschafts- und Verbrauchermesse Agreda in Elsterwerda: Nachdem lange Zeit vom Agrarmarketingverein Pro Agro nichts zu hören war und Abgeordnete des Elsterwerdaer Stadtparlaments die Messe im Zuge der Haushaltskonsolidierung schon auf die Liste möglicher Streichobjekte gesetzt hatten, sagt Pro Agro-Geschäftsführer Kai Rückewold am Mittwoch: Frank Claus

"Wir fahren am Donnerstag ins Elsterwerdaer Rathaus, um mit dem Bürgermeister zu beraten, wie wir die Messe im September des nächsten Jahres wieder attraktiver gestalten können." Die momentan kritische Betrachtung der Fördermittelpraxis im Agrarverband bedeute nicht, dass Pro Agro die Agreda aus den Augen verloren hat.

Der Agrarmarketingverein wolle sich auch nicht aus seiner finanziellen Unterstützung mogeln, "möglicherweise sogar etwas drauf packen". Die entsprechende Fördermittelanträge dafür würden gestellt werden. Bislang hat Pro Agro 15 000 Euro und Kosten für die Vermarktung übernommen. Den Löwenanteil trägt die Stadt mit 20 000 Euro. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises, die Gemeinde Röderland und das Amt Schradenland haben ebenfalls unterstützt.

Geht es nach Kai Rückewold muss die Agreda erhalten werden. "Es ist neben ,Lecker Lausitz' doch eine der größten Landwirtschaftsmessen im Süden Brandenburgs." Und nicht nur das: Die Messe "ist Werbung für eine intakte Natur, eine funktionierende Landwirtschaft, ein enormes Tourismuspotenzial", so der Geschäftsführer, der anfügt: "Alle reden von Wegzug und Demografie. Wir sehen es als unsere Mitverantwortung an, aufzuzeigen, wie lebenswert diese Region ist." Dabei wisse er um die gesunkene Strahlkraft der Messe. "Es ist unser Ziel, im Verbund mit der Stadt und dem Landkreis, der Agreda neuen Schwung zu geben." Landwirte und Touristiker gehörten stärker ins Boot. "Vielleicht kann es von Elsterwerda aus mehrere Busshuttles zu Betrieben der Region geben", so Kai Rückewold.