Rechtzeitiges Erscheinen sichert gute Plätze. Das haben sich lange vor der Eröffnung des neuen „nahkauf“-Einkaufsmarktes am Dienstag (31. Mai) in der Elsterwerdaer Innenstadt Ursula Zenker (80) und Erika Schmidt (80) gesagt. Schon knapp eine Stunde zuvor hatten sich die beiden Seniorinnen einen Wagen gesichert. Unmittelbar nach dem Durchschneiden des Absperrbandes durch Geschäftsführer Fritz Starke (26) aus Dresden, Marktleiter Max Sereda (34) aus Pirna und Betriebsberater Rocco Haase (45) aus Pulsnitz sind sie die ersten Kundinnen gewesen. In dem „nahkauf“ werden auf 599 Quadratmetern bis zu 10.000 Einzelprodukte angeboten - mehr als in dem Vorgängermarkt Penny. Die neue Mannschaft zählt 13 Beschäftigte.

Mehr Publikum für das Zentrum in Elsterwerda

Der neue Markt solle mehr Publikum in das Zentrum bringen. Viele Schaufenster sind leer. „Wir bräuchten hier wieder mehr Geschäfte. Die Auswahl an Bekleidung sollte größer sein“, sagt Ursula Zenker. „Wir sind von früher ein weitaus breiteres Sortiment gewöhnt“, fügt Erika Schmidt hinzu. Edwin Hietzke (65) bedauert den Leerstand. Besonders für die Älteren sei dies nicht gut.
Ursula Zenker (l.), Erika Schmidt und weitere Kunden haben mit Einkaufswagen die Minuten bis zur Öffnung des "nahkauf" in Elsterwerda gezählt.
Ursula Zenker (l.), Erika Schmidt und weitere Kunden haben mit Einkaufswagen die Minuten bis zur Öffnung des „nahkauf“ in Elsterwerda gezählt.
© Foto: VRS

Wohnortnahes Einkaufen für die Älteren

Bei allen überwiegt die Freude über den „nahkauf“, den Sachsen hergebracht haben. „Sehr schön, besonders für die alten Menschen. Endlich haben sie wieder einen Einkaufsmarkt, wenn sie zum Fleischer und Bäcker gehen. Für den Handel ist es schwierig durch die Großmärkte und die Onlinegeschäfte“, meint Gottfried Hanusch (67).