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| 08:05 Uhr

Rundum gutes Angebot
Elsterwerda, na bitte – es geht doch!

Der Weihnachtsmarkt in Elsterwerda, in den zurückliegenden Jahren viel gescholten, wird immer anziehender. Stände mit weihnachtlichen Angeboten in der Mitte und drumherum die übrigen Händler – das gefällt deutlich besser. Der Markt wird dazu auch immer schöner dekoriert und beleuchtet.
Der Weihnachtsmarkt in Elsterwerda, in den zurückliegenden Jahren viel gescholten, wird immer anziehender. Stände mit weihnachtlichen Angeboten in der Mitte und drumherum die übrigen Händler – das gefällt deutlich besser. Der Markt wird dazu auch immer schöner dekoriert und beleuchtet. FOTO: LR / Veit Rösler
Elsterwerda. Elsterwerdas Weihnachtsmarkt wird immer anziehender. Der Lohn folgt auf dem Fuße: bestes Wetter und vor allem in den späten Nachmittagsstunden volle Hütte. Von Veit Rösler und Frank Claus

Während die Besucher des Striezelmarktes in Dresden am Wochenende mehr als eine Stunde äußerst zähfließenden Verkehr hinnehmen mussten, um an Glühwein, Mandeln und weihnachtliches Flair zu gelangen, hatten Elsterwerdas Weihnachtsmarktbesucher leichtes Spiel. Auto abstellen und losschlendern. Vor allem ab den späten Nachmittagsstunden herrschte fast schon Gedränge. Die Musikschmiede aus Bad Liebenwerda sorgte für die nötige Stimmung am Samstagabend, sodass viele Gäste bis weit nach 21 Uhr blieben.

Wilhelm Neustadt, gegenwärtig Lions-Präsident, wollte es am Abend beim Blick in die Kasse nicht glauben. „So viel haben wir noch nie eingenommen.“ Auch Stephan Creuzburg und Dr. Wolfgang Lehmann-Leo hatten am Sonntag ununterbrochen zu tun, um Glühwein auszuschenken, Lose zu verkaufen und die Gewinne zu verteilen. Die Lions sammeln diesmal Geld für ihre Kultur- und Sportaktion „Mach dein Ding“, mit der im nächsten Jahr musikalische und sportliche Talente bezuschusst werden sollen. Beim Weihnachtsmarkt in Bad Liebenwerda werden die Lions ebenfalls für diesen gemeinnützigen Zweck Spenden sammeln.

„Wir wollen die Eisbären sehen“ – zweimal volles Haus beim Auftritt des Sportensembles Elsterwerda im Stadthaus – und große Spendenbereitschaft.
„Wir wollen die Eisbären sehen“ – zweimal volles Haus beim Auftritt des Sportensembles Elsterwerda im Stadthaus – und große Spendenbereitschaft. FOTO: LR / Frank Claus

Zweimal reichten am Wochenende die Stühle im Stadthaus nicht aus. Die Weihnachtsgala des Sportensembles zog die Besucher magisch an. In diesem Jahr stand die Gala unter besonderen Sternen. Das Sportensemble Elsterwerda feierte 65. Geburtstag. „Im Februar 1953 wurde es durch den damals 23-jährigen Lehrer Rolf Hirschnitz als Sportwerbegruppe mit zehn Kindern gegründet“, weiß Gabriele Lehmann, die 1. Vorsitzende des TSC. Heute hat der Verein 141 Mitglieder. Davon sind etwa 70 Prozent jünger als 21 Jahre.

Die Lions Stephan Creuzburg und Dr. Wolfgang Lehmann-Leo (r.).
Die Lions Stephan Creuzburg und Dr. Wolfgang Lehmann-Leo (r.). FOTO: LR / Frank Claus

Und das Sportensemble bereitet sich vor, die internationale Bühne zu betreten. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen ist es vom Märkischen Turnerbund ausgewählt worden, um das Land Brandenburg bei der Welt-Gymnaestrada im Juli 2019 im österreichischen Dornbirn zu vertreten. Doch der dafür zu erbringende Eigenanteil ist nicht gering. 4000 Euro waren vorm Wochenende noch offen. Doch davon dürfte erneut ein großer Teil eingespielt worden sein.

Zum ersten Mal gab es ein Programm mit der Musikschule. „Süßer die Glocken nie swingen“ bekam ganz viel Applaus.
Zum ersten Mal gab es ein Programm mit der Musikschule. „Süßer die Glocken nie swingen“ bekam ganz viel Applaus. FOTO: LR / Veit Rösler

Das Interesse an der Tombola war so riesig, dass die Vereinsspitze strahlte. Nancy Beilich sprach es für alle Übungsleiter und Trainer aus: „Es ist ein schönes Gefühl, zu spüren, wie sehr unsere Arbeit gewürdigt wird.“

Mit mehr als 30 Musikschülern und Lehrern der Kreismusikschule Gebrüder Graun ist am Sonntagnachmittag auf dem Weihnachtsmarkt das erste Weihnachtsmarkt-Musikschulkonzert veranstaltet worden. Unter dem Motto „Süßer die Glocken nie swingen” präsentierte die Fachgruppe Gesang ein komplettes selbst zusammengestelltes Weihnachtsprogramm mit Titeln von Klassik über Pop bis Jazz. Seit September haben die Musikschullehrer Sebastian Pöschl, Johannes Weber und Steven Demmel das Konzert mit Einzelsolisten und mit Formationen, wie zum Beispiel „Reiner Zufall“, der „Popcombo“ oder dem „Vocal Harmony Project“, einstudiert. „Bei positiver Resonanz wollen wir versuchen, auch in den nächsten Jahren so ein Konzert beim Weihnachtsmarkt auf die Beine zu stellen“, so Steven Demmel.

Bürgermeisterin Anja Heinrich will von Jahr zu Jahr mehr Vereine und Initiativen einbeziehen. Deshalb hat sie auch zum ersten Mal den großen Weihnachtsbaum in der Mitte mit Kindern und den Kameraden der Feuerwehr schmücken lassen.