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Sportlerehrung
Elsterwerda ehrt seine engagiertesten Sportler

Sportlerehrung 2017 in Elsterwerda. Das sind engagiertesten Sportlerinnen und Sportler, die die Vereine aus ihren Reihen vorgeschlagen haben. Die Pokale haben Bürgermeister Dieter Herrchen (r.) und Patrick Weser (l.), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, am Montag auf dem Holzhof während einer Feierstunde überreicht.
Sportlerehrung 2017 in Elsterwerda. Das sind engagiertesten Sportlerinnen und Sportler, die die Vereine aus ihren Reihen vorgeschlagen haben. Die Pokale haben Bürgermeister Dieter Herrchen (r.) und Patrick Weser (l.), Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, am Montag auf dem Holzhof während einer Feierstunde überreicht. FOTO: Manfred Feller / LR
Elsterwerda. Sie sind vielfach nicht nur sportlich eine Bank in ihrem Verein, sondern setzen sich auch darüber hinaus für ihn ein - ob als Funktionär, Trainer, Übungsleiter oder Helfer. Die Stadt Elsterwerda ehrt jedes Jahr die Rührigsten unter ihnen.

Zum letzten Mal hat  Bürgermeister Dieter Herrchen einer schönen Tradition folgend die Sportler des Jahres geehrt. Mehr als 230 waren es in seiner 16-jährigen Amtszeit. 15 Vereine waren gebeten worden, ihr engagiertestes Mitglied zu der Feierstunde auf den Holzhof zu entsenden. Drei haben darauf verzichtet.

Auch wenn es nicht in allen Sportarten um hohe Leistungen geht, so sind die Stadtväter doch mächtig stolz darauf, wenn Jugendliche, Frauen und Männer das Niveau auf Kreis-, Landes- oder sogar Bundesebene mitbestimmen. Die Bandbreite reicht von den Tennisspielern über die Bundesliga-Kegler bis hin zum Sportensemble. Als Sportstadt habe Elsterwerda einiges zu bieten.

Einige Vereine kümmern sich selbst um ihre Sportstätten, wie die Lok-Kegler oder die Tennisfreunde mit einer der „attraktivsten Anlagen in Südbrandenburg“, so der Bürgermeister. Die Stadt helfe mit ihren Mitteln, so beim Erhalt der Sportstätten und mit der Sportförderrichtlinie. Jene für 2018 möge am Donnerstag das Parlament passieren, so der Wunsch.

Günter Horn, ESV Lok Elsterwerda. Seit 1962 sportlich aktiv (einst in Plessa), gehört er zu den erfolgreichsten Keglern im Verein. Er war u. a. mehrfach Kreiseinzelmeister, 2016 und 2017 Landeseinzelmeister und Teilnehmer der deutschen Meisterschaften bei den Senioren B. Er krönte seine Laufbahn als bundesdeutscher Champion. Zwischen 2008 und 2017 war er Leiter des Landesleistungsstützpunktes Kegeln.

Ben Garbe, Tischtennis-Club Empor Kraupa. Der 14-Jährige ist Mannschaftsleiter der Kreisliga-Jugend, die nach langer Durststrecke wieder Wettkämpfe bestreitet, und spielt als Ersatz auch schon mal bei den Männern mit. Er unterstützt die Übungsleiter beim Organisieren des Trainings und des Spielbetriebes. Ben engagiert sich über das normale Maß hinaus. Vorbild ist sein Opa Karl-Heinz Garbe, der einst zu den Aufsteigern in die DDR-Liga gehörte.

Dietmar Schicketanz, Elster-Hockey-Club 49. Seit mehr als 50 Jahren - so lange wie kaum ein anderer - ist er dem Hockeysport treu. Er hilft auch noch bei den Senioren aus. Ansonsten ist er Schiedsrichter, Trainer und Übungsleiter. Als Jugendwart hat er den größten Anteil beim Gewinnen von Nachwuchs und bei dessen Ausbildung.

Ingeborg Albrecht, Interessengemeinschaft Wandern. Die Wanderer haben sich in Elsterwerda zu einer starken Gruppe gemausert. Der Zulauf hält im wahrsten Sinne des Wortes an. Ingeborg Albrecht gehört der IG sei 2001 an und ist seit 2007 Kassiererin. Sie organisiert selbst Wanderungen.

Maggy Müller, TSC/Sportensemble. Die junge Sportlerin sprüht nicht nur vor Ideen, sie macht auch die schwierigsten Übungen vor und zieht die anderen leidenschaftlich mit. Seit 2005 dabei, trainiert sie Turnen, Akrobatik, Rhönradturnen, Rope Skipping, Sprungreihen und Gymnastik und ist im Kinderbereich Übungsleiter-Assistentin. Nach dem Abitur folgt das Studium. Alle hoffen, dass Maggy dennoch dabei bleibt.

Michael Retzler, Schützengilde. Erst vor zwei Jahren den Schützen beigetreten, wurde Michael Retzler aufgrund seiner Schießergebnisse schon im ersten Jahr 1. Ritter. Bei Vereinsmeisterschaften und Pokalschießen belegt er stets vordere  Plätze und engagiert sich auch sonst für den Verein. Zum Beispiel beim Wiederaufbau des Kugelfangdaches, das durch einen Blitzeinschlag niedergebrannt war.

Jens Linge, SV Preußen. Der Fußball in Elsterwerda ist seit Jahrzehnten eng mit dem Namen Jens Linge verbunden. Nach seiner aktiven Zeit engagiert er sich nun für das Vorankommen der A-Junioren. Dies ging nur mit jungen Ausländern, die nach Deutschland geflüchtet waren. Die Integration werde im Verein gelebt.

Katrin Genilke, ESV 94. Die Turntrainerin betreut mehr als 20 Kinder. Es steht der Spaß am Sport im Vordergrund. Wettkämpfe bestreiten die Kleinen nicht. Turnen sei eine gute Alternative für jene Kinder, die keinen Ballsport mögen.

Silke Fastert, ESV 94. Sie spielt seit vielen Jahren leidenschaftlich Handball und hat in diesem Sport sogar ihre große Liebe gefunden. Die Handballfamilie komplettiert ihr Sohn, der ebenfalls aktiv ist. Sie organisiert auch viel für den Verein. „Wir sind glücklich, dass wir sie haben“, heißt es von dort.

Kate Heinrich, Deutscher Angler-Verband. Es kommt nicht so oft vor, dass eine junge Frau in dem von Männern dominierten Sport herausragt. Kate Heinrich hat es geschafft. Sie engagiert sich sehr für das Vereinsleben.

Bernd Raum, Ausdauersportverein. Der leidenschaftliche Rennradfahrer gehört dem Verein fast 25 Jahre an und ist dessen Gründungsmitglied sowie war langjährig Vorsitzender. Heute hält der 71-Jährige als Schatzmeister die Finanzen in Ordnung. Täve Schur und Bernd Raum kennen sich persönlich aus alten Radsporttagen. Der Senior musste im Alter einige Rückschläge verkraften. Vor einiger Zeit stürzte er bei einer Trainingsfahrt schwer und zog sich mehrere Brüche zu. Kaum war alles verheilt, wurde er von einer Autofahrerin beim Abbiegen übersehen und „förmlich von der Straße gefegt“. Doch der Haudegen sitzt schon wieder auf dem Rennrad und kümmert sich um die Pflege der Räder von Mitstreitern.

Felix Lau, EEC Magpies. Der familienorientierte und sozial engagierte Verein besteht kaum ein Jahr und hat schon 60 American Footballer in seinen Reihen. Einer von ihnen ist das 140-Kilogramm-Kraftpaket Felix Lau. „Er ist die Speerspitze unserer Verteidigung“, sagt Vereinschef Michael Schmetzer. Das Gründungsmitglied fährt 40 Kilometer weit zum Training - sechsmal in der Woche. Selbst die Dresdener Monarchs sollen bereits ein Auge auf ihn geworfen haben.