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| 13:46 Uhr

Zwei Prüfungen bestanden
Elsterwerdaer Bürgermeisterin Anja Heinrich wird Standesbeamtin

Vor dem malerischen Elsterschloss in Elsterwerda: Der Standesbeamte Dieter Hennig und seine Kollegin Evelin Gärtner haben schon sehr viele Paare getraut. Nach ihrer Berufung darf es auch Bürgermeisterin Anja Heinrich (r.).
Vor dem malerischen Elsterschloss in Elsterwerda: Der Standesbeamte Dieter Hennig und seine Kollegin Evelin Gärtner haben schon sehr viele Paare getraut. Nach ihrer Berufung darf es auch Bürgermeisterin Anja Heinrich (r.). FOTO: LR / Manfred Feller
Elsterwerda. Paare trauen: Der eine oder andere Bürgermeister in Elbe-Elster darf es schon. Jetzt hat Anja, Heinrich, Stadtoberhaupt in Elsterwerda, nachgezogen.

Nach einem zweiwöchigen Grundlagenseminar und zwei „sehr anspruchsvollen schriftlichen Prüfungen“ darf sie nun zur Standesbeamtin berufen werden. Dies erfolgt durch die zuständige Fachstelle der Kreisverwaltung. „Dann nehme ich die erste Trauung gern an. Für das Brautpaar überlege ich mir eine Überraschung“, verspricht sie. Anja Heinrich möchte ergänzend zu den Standesbeamten in Elsterwerda tätig werden und ihnen keineswegs die Arbeit wegnehmen. In der Nachbarstadt Bad Liebenwerda hatte es immer wieder Anfragen gegeben, warum der Bürgermeister nicht auch Trauungen vornimmt. Thomas Richter ist dem Wunsch gefolgt. Und jetzt auch seine Amtskollegin aus eigenem Antrieb.

Nicht nur als Landtagsabgeordnete hat die Elsterwerdaerin kommunale Erfahrungen sammeln können. Aber tief in das Verwaltungsrecht einzutauchen, das sei schon eine andere Hausnummer. Auf dem Unterrichtsplan standen zum Beispiel Personenstands-, Familien-, Verwaltungs-, Aufenthalts- und Ausländerrecht sowie deutsches und ausländisches Namensrecht.

Bei dem Grundlagenseminar in der Nähe von Fulda sei sie die einzige Bürgermeisterin gewesen. Die anderen waren zumeist junge Frauen Anfang 20 aus ganz Deutschland. „Die sind wirklich fit. Von ihnen habe ich eine Menge gelernt“, gesteht Anja Heinrich.

(mf)