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B-183-Ortsumfahrung Bad Liebenwerda:
Geschafft: „Hochzeit“ an der Elsterbrücke

Der letzte Beton wird am Montag gegossen: Brückenschluss und damit „Hochzeit“ an der neuen Brücke über die Schwarze Elster.
Der letzte Beton wird am Montag gegossen: Brückenschluss und damit „Hochzeit“ an der neuen Brücke über die Schwarze Elster. FOTO: Frank Claus / LR
Bad Liebenwerda. Brückenschluss vollzogen: Das Mittelstück der neuen Elster-Querung ist gegossen. Winterruhe ist trotzdem nicht. Von Frank Claus

Eine ganz wichtige Etappe beim Neubau der B-183-Ortsumfahrung Bad Liebenwerda ist geschafft. Bei für Winterverhältnisse idealen Bedingungen ist am Montag „Hochzeit“ an der neuen Brücke über die Schwarze Elster gefeiert worden. Das Mittelstück ist gegossen, beide Seiten sind verbunden – Brückenschluss also. Die Brücke ist im sogenannten Freivorbau errichtet worden, wobei beidseitig mittels Traggerüst immer je sechs 4,50 Meter lange Bauteile erst geschalt, dann bewehrt und schließlich mit Beton ausgegossen wurden. Das 13. Stück ist das 4,50 Meter breite Mittelstück.

Der etwa 17 Grad warme Beton ist diesmal nicht mit Betonpumpe, sondern wegen der Entfernung vom Festland bis zur Brückenmitte mittels Kran und Betonkübel an Ort und Stelle gebracht worden.

Imposant ist ein Blick ins Innere der Brücke. Im „Bauch“ sind die Metallseile zum Spannen der Brücke gut zu erkennen. Ins Innere, wo auch die Rohre für die Straßenentwässerung verlaufen, wird man künftig durch zwei Revisionsschächte gelangen. So ist die regelmäßige Kontrolle der Brücke gewährleistet.

Auch nach dem Gießen des Mittelstücks ist für die Bauleute noch nicht Weihnachten. Nach vier Tagen wird das Mittelteil gespannt und wenig später erfolgt gleiches Prozedere für die gesamte Brücke.

Im Januar haben die Bauleute dann gut zu tun, um das Traggerüst des Freivorbaus zu demontieren. Die Teile aus dem Inneren der Brücke müssen ebenfalls ins Freie getragen werden.

Bauüberwacher Volker Fuhrmann ist sehr zufrieden. „Damit haben wir geschafft, was wir unbedingt schaffen wollten.“ Wenn es die Temperaturen im neuen Jahr zulassen, werden sofort die Brückenkappen, die unter anderem das Geländer und die Schutzwände tragen, gegossen. Schon jetzt wird an den Dämmen im Streckenverlauf Mutterboden aufgetragen. Gemauert werden gegenwärtig die Entwässerungskaskaden und teilweise die Böschungstreppen.

Im Frühjahr soll der Restkies, der noch für ein Stück freie Strecke fehlt, bereits über die Elsterbrücke gefahren werden. Der geplante Fertigstellungstermin Ende September 2018 ist nicht in Gefahr.

Arbeiten in gebückter Haltung: Zuerst wird im „Bauch“ der Brücke die untere Platte gegossen und mittels Flaschenrüttler verdichtet.
Arbeiten in gebückter Haltung: Zuerst wird im „Bauch“ der Brücke die untere Platte gegossen und mittels Flaschenrüttler verdichtet. FOTO: Frank Claus / LR
Imposant: ein Blick in den Bauch der etwa 60 Meter langen Brücke. Jedes der zwölf, je 4,45 Meter langen Brücken-Betonelemente wird nach Fertigstellung verspannt. Gut zu erkennen ist die innenliegende Straßenentwässerung.
Imposant: ein Blick in den Bauch der etwa 60 Meter langen Brücke. Jedes der zwölf, je 4,45 Meter langen Brücken-Betonelemente wird nach Fertigstellung verspannt. Gut zu erkennen ist die innenliegende Straßenentwässerung. FOTO: Frank Claus / LR
Der Beton schwebt diesmal mit dem Betonkübel ein.
Der Beton schwebt diesmal mit dem Betonkübel ein. FOTO: Frank Claus / LR
Die Spanndrähte im Inneren der Brücke. Davon gibt es jede Menge.
Die Spanndrähte im Inneren der Brücke. Davon gibt es jede Menge. FOTO: Frank Claus / LR
Der Brückenquerschnitt.
Der Brückenquerschnitt. FOTO: Frank Claus / LR