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| 01:24 Uhr

Elster-Schadstellen sollen schnell repariert werden

Elbe-Elster-Kreis. Die schadhaften Stellen entlang der Schwarzen Elster inklusive der Röder und Pulsnitz sollen noch vor dem Winter repariert werden. Das sagte am gestrigen Montag Prof.

Matthias Freude, Präsident des Landesumweltamtes. Bereits in sechs bis acht Wochen sollen die drängendsten Stellen abgesichert sein. Dabei verweist Freude auf markante Abschnitte bei Elsterwerda, Saathain, Bad Liebenwerda, Wahrenbrück und Herzberg, an denen jetzt die Elster überschwappte oder wo vermehrt Risse und Sickerstellen auftraten. Der für das Gebiet zuständige Bereichsleiter Christian Harig sah besonders dringenden Handlungsbedarf bei Wahrenbrück und Herzberg. In Wahrenbrück müsste der Abschnitt an der Einmündung der Kleinen Elster sofort in Ordnung gebracht werden. Dort müssten zuerst die Pappeln weg. Aber auch der Damm flussabwärts linksseitig von der Elsterbrücke bis zur Wiederauffahrt des Radweges sei kritisch, “Da wollten wir schon mal was machen, sind aber auf Kritik von Einwohnern gestoßen, die Angst um ihre Flächen hatten„, so Harig. Auch in Herzberg müsse an der Mühlstraße und gegenüber im Abschnitt vom Park bis zur alten Eisenbahnbrücke was passieren. Dort sei der Deich viel zu schmal. An vielen Abschnitten sei der Baumbestand störend, so auch in Bad Liebenwerda und Elsterwerda die Linden. Einst seien die immer wieder eingekürzt worden. Weil sich später niemand mehr darum kümmerte, seien es inzwischen “Riesenbäume„ geworden, die einen ordentlichen Hochwasserschutz nicht mehr zulassen. In Elsterwerda seien die Fachberater in den Hochwasserkampf nicht einbezogen worden.

Prof. Freude verwies auf ein Dilemma: “Die Schwarze Elster ist in ganz Mitteleuropa der am meisten eingeengte Fluss. Das ist ein Kanal!„, so der Präsident. Die Schwarze Elster durchfließt auf 86,6 Kilometer Fließlänge das Land Brandenburg und ist in diesem Bereich durchgängig eingedeicht. Nunmehr werde für die Elster ein Hochwasserrisikomanagementplan erarbeitet - für Prof. Freude ist das Pilotprojekt des Landes die “große Lösung„. Mit den Vorplanungen sei man bereits sehr weit, nun würde das jetzige Hochwasser nochmals ausgewertet, würden Wasserstände und Problemstellen aufgenommen und kartiert. Um Hochwasser an der Schwarzen Elster künftig weniger gefahrvoll werden zu lassen, müsse man mit Kommunen und Flächeneigentümern gemeinsam tragbare Lösungen finden. Wie die aussehen könnten, dazu demnächst mehr. Frank Claus