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Elf Bronzetafeln für den Soldatenfriedhof

Neuburxdorf.. Im Traditionsunternehmen Kunstguss GmbH & Co KG aus Lauchhammer laufen derzeit die Vorbereitungen zum Gießen von elf Bronzeplatten für Neuburxdorf sowie für die ringförmige Inschrift für die Richtstätte auf dem sanierten Marktplatz von Bad Liebenwerda. Frank Hilbert


Nach RUNDSCHAU-Informationen soll mit dem Guss nicht vor dem 15. August begonnen werden. Besagte Bronzetafeln sind für den Soldatenfriedhof in Neuburxdorf für die Opfer der Jahre 1939 bis 1945 bestimmt. Finanziert werden sie vom Bundesfamilienministerium, das die Gelder über das Brandenburgische Innenministerium und den Landkreis an die Kurstadt ausreicht.
Auf dem Soldatenfriedhof wurde seinerzeit von französischen Kriegsgefangenen noch während des Krieges ein Denkmal errichtet, das die Stadt Bad Liebenwerda mit einer Mauer ergänzte. Allerdings fehlten daran bislang noch die Na- menstafeln jener Soldaten, die hier begraben liegen. Die fast 600 Namen sollen nun in alphabetischer Reihenfolge auf diesen Bronzetafeln im Gedenken der Toten verewigt werden. Angebracht werden diese bis Ende des Monats durch die Bad Liebenwerdaer Bauunternehmung Vetter.
Die Besonderheiten dabei werden sein, dass sich auf der sechsten sich in der Mitte befindlichen Tafel eine Inschrift in mehreren Sprachen und ein Abbild des einstigen Soldatenfriedhofs befinden werden. Darüber hinaus sollen auf der elften Bronzetafel keine Namen, sondern sich ein Verweis auf weitere Opfer befinden, denn einstmals sind bereits viele Kriegstote in ihre Heimatländer überführt worden. Die getöteten sowjetischen Kriegsgefangenen hatten ihre letzte Ruhestätte in Elsterwerda gefunden.
Am 8. September soll der neu gestaltete Ort des Gedenkens um 14 Uhr in Neuburxdorf im Rahmen des Gedenktreffens Initiativgruppe Lager Mühlberg eingeweiht werden. Einladungen hierfür haben die Botschaften von Frankreich, Belgien, Italien, den Niederlanden, Polen, Serbien und der Slowakei erhalten. Im Rahmen der Zeremonie sollen die Franzosen die tragende Rolle einnehmen, da sie hier mit 347 die meisten Opfer zu beklagen und das Denkmal einst geschaffen haben.