15 000 Euro ist dem Landkreis das Engagement in Berlin wert. Die gleiche Summe packt das Land noch einmal drauf, um sich so auf der weltweit größten und bedeutendsten Messe der Land- und Ernährungsgüterwirtschaft zu präsentieren. Wie es scheint, lohnt das Geld auch in diesem Jahr allemal. Denn das Interesse an Elbe-Elster ist im Steigen begriffen. Auch der Bekanntheitsgrad„ Ute Hennig und Ines Schirr meister, die den Stand mit betreuen, kommen noch nicht auf den gleichen Nenner. Während Ute Hennig davon berichtet, dass immer noch viele fragen würden, „ja, wo liegt denn Elbe-Elster““ , will Ines Schirrmeister ausgemacht haben, dass immer mehr schon zielgerichtet Elbe-Elster auf der Grünen Woche suchen. „Vor allem wegen unserer Radfahrkarten“ , sagt Ines Schirrmeister. Gerade habe sie einem älteren Herren einige ganz gute Tipps geben können. „Der wollte für seine Skatrunde ein angenehmes Ausflugslokal mit Übernachtung empfohlen haben“ , erklärte die pfiffige junge Dame, die schon auf der ITB, beim Brandenburger Reisemarkt und auf Messen in Dresden und Stuttgart für Elbe-Elster die Trommel rührte. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) bestätigte Landrat Klaus Richter bei seiner kurzen Visite am Stand, dass der Kreis das Land ordentlich vertrete. „Darin hatten wir schon vorher keinen Zweifel“ , klopfte er seinem Parteikollegen auf die Schulter. Im RUNDSCHAU-Gespräch sagte er dann auch, warum: Elbe-Elster stehe symbolisch für das Land. Man stecke den Kopf nicht in den Sand und entwickele sich trotz aller Probleme stetig. Platzeck war gut vorbereitet und erklärte den Zuhörenden wie aus der Pistole geschossen weiter: „Da ist Bad Liebenwerda. Vor zehn Jahren haben einige noch gelacht, als wir von der aufblühenden Kurstadt sprachen. Oder Elsterwerda mit seinem sich gut entwickelnden Gewerbe. Wie haben viele damals geschmunzelt, als wir da so ein rostiges Ding in die Landschaft gelegt haben. Heute ist die F 60 eines der erfolgreichsten Tourismusprojekte.“ Und Platzeck kann sich das Augenzwinkern gegenüber den vielen Medienvertretern nicht verkneifen, als er meint: „Oder nehmen Sie das Sängerfest in Finsterwalde mit seiner inzwischen doppelten Ausstrahlungskraft!“ Einerseits wegen des klasse Programms und dann habe des Fest schließlich zur „politischen Befriedung eines ganzen Landes“ beigetragen. Platzeck erinnerte an den Kanzlerauftritt im Landtagswahlkampf, der im Vergleich zu anderen Auftritten richtig harmonisch ablief.
Elbe-Elster verdeutliche auf „ideale Weise“ , so Platzeck, wie Gewerbe, Natur und Tourismus im ländlichen Raum verknüpft werden können.