Eines der schwierigsten Felder bei der Umstellung der Energieversorgung ist der Personenverkehr. Kraftwerke können umgerüstet oder ersetzt werden, Häuser gedämmt und alternativ beheizt, doch Mobilität lässt sich gerade im ländlichen Raum nur schwer anders als mit dem Auto realisieren. Ballungsräume können ihre Anwohner verstärkt auf öffentliche Verkehrsmittel leiten. Im Elbe-Elster-Kreis ist das kaum möglich. 91,6 Prozent des hiesigen Verkehrs läuft über motorisierte Individuallösungen. Solange alternative Antriebe für den Pkw nicht massentauglich sind, bleibt dies ein Problemfeld des Klimaschutzes.

Dennoch kann man etwas tun, wie die Kreisverwaltung in einem aktuellen Beitrag zum Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz“ bewiesen hat. Dabei wurde nachgewiesen, wie der öffentliche Nahverkehr durch die Einführung des Rufbusses zum Klimaschutz beiträgt. Obwohl in den Gebieten, in denen der Rufbus neben den Standardbuslinien bereits eingeführt wurde, nun mehr Fahrkilometer angeboten werden, kann durch den Einsatz kleinerer Fahrzeug einiges an Treibstoff und damit CO{-2} eingespart werden. Für die Regionen Altkreis Herzberg und Sonnewalde konnte so im Vergleich zu 2006 eine Reduzierung um ein Drittel erreicht werden. Das entspricht etwa 50 Tonnen CO{-2} im Jahr. Damit allein lässt sich der Kimawandel zwar nicht stoppen, immerhin pustet alleine das Kohlekraftwerk Jänschwalde jährlich etwa 23 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Luft. Dennoch ist es ein wichtiger Beitrag, weil er zeigt, dass clevere Lösungen zum Klimaschutz beitragen können, ohne dass ein massiver Verzicht für den Einzelnen damit verbunden ist. Mit der Einführung des Gerberstadt-Rufbusses in Doberlug-Kirchhain hat die Verkehrsmanagement Elbe-Elster GmbH bereits darauf reagiert. Die Einführung weiterer Linien ist bereits in Planung.