Sie sitzen in der buntgepunkten Box und mauzen. Zwei kleine Katzen, noch nicht mal ein Jahr alt. Abgestellt am Sonnabendmorgen vor der Tierarztpraxis von Dr. Ulrich Angermann in Prieschka. Dort sind sie jetzt noch. „Ich habe sie untersucht und in Pflege genommen“, sagt der Tierarzt, der schimpft: „Das macht man doch so nicht. Einfach abstellen.“ Und er macht sich Gedanken. Vermutlich haben es sich die Besitzer gar nicht so leicht gemacht. Sie hätten sie ja auch einfach aussetzen können.

Tierheim in Langengrassau hätte Katzen von Prieschka helfen können

Trotzdem: Die Verantwortung nun einfach an andere weiter zu geben, ist nicht die feine Art. Zumal das Tierheim in Langengrassau in schwierigen Fällen auch hilft, wie Inhaberin Susanne Viol auf Nachfrage bestätigt. „Wenigstens anrufen kann man doch“, sagt sie.
In dieser Box sind die Katzen vor der Tierarztpraxis von Dr. Ulrich Angermann in Prieschka abgestellt worden. Frank Claus
In dieser Box sind die Katzen vor der Tierarztpraxis von Dr. Ulrich Angermann in Prieschka abgestellt worden. Frank Claus
© Foto: Frank Claus
Wenn Dr. Angermann die Tiere nicht weitervermitteln kann, muss sich die Stadt Bad Liebenwerda darum kümmern. Für einen Tag muss dann die Stadt für eine Katze fünf Euro – Hunde zehn – für die Unterbringung plus Tierarztkosten zahlen. Zusätzlich noch Transportkosten, wenn sie abgeholt werden müssen.
Wer Interesse an den Rackern hat: Tel. 035341 2288.