Verglichen mit anderen großen Parks habe der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft mitten im Landkreis Elbe-Elster einen relativ großen Anteil an Landeswald, sagt Naturparkleiter Lars Thielemann. Sowohl das Land als auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und die größeren Privatwaldeigentümer seien in der Lage Waldwege so herzurichten, damit sie gut für die Brandbekämpfung geeignet sind. Dies gelte auch für den Bau von Löschwasserteichen und Brunnen. Dies sei dank Fördergeld auch schon geschehen. „Ich habe nicht den Eindruck, dass die Feuerwehren bisher nicht an einen Waldbrand herangekommen sind“, so Lars Thielemann.

Löschen aus der Luft eine gute Ergänzung

In diesem Zusammenhang begrüßt er die Gedanken zu einem europäischen Katastrophenschutzzentrum mit Löschflugzeugen im Raum Welzow. Mit Munition belastete Flächen, wovon Brandenburg einige habe, bekämpfe man sehr gut aus der Luft. Auch bei dem Großbrand im Loben hatten die Feuerwehren Unterstützung von oben erhalten. So ein Zentrum wäre eine sinnvolle Ergänzung der Brandbekämpfung am Boden, sagt der Naturparkleiter. Dies könnte die Eingriffe durch Wegebau in Naturschutzgebieten reduzieren.

Erholung. Ganz andere Wünsche an Wald und Naturschutzgebiete haben die Touristiker. Im Falle des hiesigen Naturparks ist Katrin Heinrich, Leiterin des Naturpark-Besucherzentrums, ganz zufrieden. Entlang der vorgegebenen Radtouren seien die Wege im Wesentlichen in Ordnung und beschildert. Wer sich an die Routen halte, bekomme keine Probleme.

Beim Picknick am Wegesrand sitzen auf dem Baumstamm

Aktuelle positive Reaktionen hat Anja Krausch, Wirtin vom „Goldenen Löwen“ in Hohenleipisch, von ihren Gästen erhalten. „Die sind sehr zufrieden“, sagt sie. Es gebe nur einen Kritikpunkt: Hin und wieder eine Sitzgelegenheit am Wegesrand, um picknicken zu können. „Das müssen keine Bänke sein. Es reichen dicke Baumscheiben oder Baumstammabschnitte“, schlägt Anja Krausch vor.
Inzwischen seien auch schon die ersten Kremser in die Wald- und Heidelandschaft gerollt. Wegen Corona später als in den Vorjahren. Die Wagenlenker waren in der Vergangenheit nicht immer zufrieden mit Wegezustand und Baumschnitt.