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| 19:22 Uhr

Gigantisch, atemberaubend – und entspannend / Mit Video
Überraschend! So sehen Blogger Elbe-Elster

Elbe-Elster. Der Blick von Außen auf Elbe-Elster – fünf Blogger, die den Landkreis nicht oder fast nicht kannten, haben den gemacht. Und sind überrascht! Von Frank Claus

Sie kommen aus Schwerin, Bad Tölz bei München, aus Hamburg und aus einem Örtchen zwischen Hamburg und Bremen. Und sie sind alle eins: Blogger. Genau genommen: Reiseblogger.

Tanja Klindworth, Katja Wegener, Matthias Derhake und die Zwillinge Kathrin und Kristin Hase touren durchs Land und geben auf verschieden Kanälen ihre Erfahrungen und Erlebnisse weiter. Berichte von Außenstehenden, auf die längst nicht nur junge Leute im besten Sinne des Wortes abfahren, sondern die längst Menschen zwischen zumeist 25 bis 55 Jahre ansprechen.

 Fontane-Picknick der Blogger am Schloss Lillliput in Naundorf: Matthias Derhake (traveltelling.net), Tanja Klindworth (spaness.de), Katja Wegener (wellspa-portal.de), Kathrin & Kristin Haase (Travelinspired.de). Verfolgen Sie, liebe Leser, diese Plattformen doch demnächst mal genauer.
Fontane-Picknick der Blogger am Schloss Lillliput in Naundorf: Matthias Derhake (traveltelling.net), Tanja Klindworth (spaness.de), Katja Wegener (wellspa-portal.de), Kathrin & Kristin Haase (Travelinspired.de). Verfolgen Sie, liebe Leser, diese Plattformen doch demnächst mal genauer. FOTO: Katja Wegener

Zusammengenommen haben alle Fünf nach eigenen Angaben auf unterschiedlichen Internet-Plattformen 93 000 Leser, darunter bei Facebook 11 000, bei Instagram 20 500 und bei Twitter 14 000 Follower (Nutzer). Doch wie arbeiten Blogger und Influencer? Während Erstere einen Blog betreiben und zumeist auf eigenen Internetseiten ihre Entdeckungen schildern, nutzen Influencer die sozialen Netzwerke als ihr Kommunikationsinstrument. In der Mehrheit sind sie im Gegensatz zu Journalisten nicht für Medien tätig.

 Das Rad-Knotenpunktsystem macht „Radeln entspannend“.  Foto: K. Wegener
Das Rad-Knotenpunktsystem macht „Radeln entspannend“. Foto: K. Wegener FOTO: Katja Wegener

Die Sicht der Blogger haben sich der Tourismusverband und der Landkreis Elbe-Elster zueigen gemacht und, anstelle Geld für Hochglanzprodukte auszugeben, diesmal 5000 Euro in eine dreitägige „Begutachtung“ des Landkreises investiert.

Die Tour starteten die erfahrenen Internetnutzer in der Vorwoche in Schlieben, wo den Weinkellern ein Besuch abgestattet wurde. Es ging über Naundorf (Schloss Lillliput), Hohenbucko (Alpaka), Lebusa (Mühle und Orgel) zurück nach Schlieben (KZ-Außenlager). Am nächsten Tag war Start im Schloss Doberlug und im Weißgerbermuseum. Der Naturpark, Werenzhain (Atelierhof), Finsterwalde und die F 60 wurden angesteuert. Am dritten Tag führte die E-Bike-Tour von Elsterwerda (Miniaturenpark), Plessa (Kraftwerk) über Döllingen (Pomogarten) und Hohenleipisch nach Bad Liebenwerda (Wonnemar).

 Die F 60 – „gigantisch, atemberaubend“.
Die F 60 – „gigantisch, atemberaubend“. FOTO: Kathrin Haase

Tanja Klindworth: „Donnerwetter, Elbe-Elster war überraschend. Überraschend schön. Wer weiß schon, dass hier Wein angebaut wird, wer kennt die herrlichen Schlösser, Radwege? Wir waren alle so angetan, dass wir uns am liebsten sofort hinsetzen wollten, um unsere Berichte zu verfassen. Ich allein habe mehr als 800 Fotos gemacht.“ Und sie sagt noch: „Wissen Sie, was uns noch berührt hat? Überall sind wir freundlich aufgenommen worden, überall gab es ein Lächeln.“ Dabei seien sie auch mal von den empfohlenen Routen abgewichen. „Die Zwillinge sind unheimlich naturverbunden. Sie wollen unbedingt noch mal wiederkommen, am besten gleich, wenn die Heide blüht. Aber das wollen wir eigentlich alle“, fügt sie noch an.

Die Blogger hätten bereits viele Ecken im In- und Ausland gesehen und beschrieben und sie kennen auch diejenigen, in denen der Tourismus noch nicht so brummt. Das habe auch seine Reize, wenngleich Gastronomen sowie Hotel- und Pensionsbetrieber vom Reiz allein eben nicht leben könnten. So sei es auch schwierig, durchgängige Öffnungszeiten in Museen zu haben, wenn der Besucherstrom fehle.

Elbe-Elster, so sagt sie, dürfe nicht locker lassen. Alle Fünf wollen nun helfen, diesen Landstrich bekannter zu machen. In einem YouTube-Video (auch auf www.lr-online.de) machen sie auf die Region zwischen Elbe und Elster schon mal auf ganz nette Weise Lust.