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Elbe-Elster-Fazit auf die Grüne Woche
„Netzwerken ist bei der Grünen Woche angesagt“

Jens Zwanzig ist Geschäftsführer der Regionalen Wirtschaftsförderung.
Jens Zwanzig ist Geschäftsführer der Regionalen Wirtschaftsförderung. FOTO: Kreisverwaltung
Elbe-Elster/Berlin. Elbe-Elster hat sich erneut auf der Grünen Woche in Berlin präsentiert. Lohnt der Aufwand? Die LR hat nachgefragt. Von Frank Claus

Jens Zwanzig, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Elbe-Elster, und seine Mitarbeiterin Sabine Münster hatten die Fäden für den EE-Auftritt in Berlin in den Händen. Die LR sprach mit beiden.

Hat sich der Auftritt in Berlin gelohnt?

Zwanzig: Finanziell ist das sicher nicht messbar. In Berlin geht es da-↓

rum, sich zu präsentieren. Und netzwerken ist auf der Grünen Woche angesagt.

Münster: Wir hatten erfahrene Messeaussteller und neue dabei. Ich glaube, bei der Fleischerei Baehr aus Fermerswalde, die inzwischen in Berlin ein Stammpublikum aufgebaut hat, lief es richtig gut. Von dem neuen Grillprodukt wollten einige Besucher gleich mehr mitnehmen. Und auch die Kaffeerösterei Loos aus Elsterwerda war, glaube ich, sehr zufrieden.

Der Aufschlag mit Elbe-Elster ist auch da, wo der Pfeffer wächst, war gut, oder?

Münster: Auf jeden Fall. Die Baumschule Graeff aus Zeischa hat mit ihrem Szechuanpfeffer, dem Anbau und den Verarbeitungsmöglichkeiten in der Brandenburghalle für Aufsehen gesorgt. Mehrere Verarbeiter und Medien haben sich danach erkundigt.

Zwanzig: Gleiches kann man von unserer neuen Online-Vertriebsstruktur Soreegio sagen. Da haben sich am Stand richtige Erfahrungsaustausche entwickelt.

Konnte Elbe-Elster mit der Hutaktion punkten?

Münster: Das war wieder ein prächtiger Einfall aus Elbe-Elster. Die Faltkarten waren alle, die Hüte am Ende auch weg. Janine Kauk, die das organisierte, teilte mit, dass viele RUNDSCHAU-Leser gekommen waren, den Beitrag zur Aktion vorlegten und selbst auf Stickerjagd bei fünf Firmen gingen, um am Ende den Hut zu bekommen. Dabei stellte ODW Elsterwerda fest, dass viele mit diesem Betrieb nichts anfangen können. Als klar wurde, dass dort die Marke „Mark Brandenburg“ produziert wird, gab es den Aha-Effekt.

Also ist EE beim nächsten Mal auch wieder unterm Funkturm?

Zwanzig: Ich gehe fest davon aus. Unsere Aussteller waren jedenfalls sehr zufrieden.

Münster: Und auch unsere Bühnenprogramme fanden Anklang. Die Falkenberger Tanzmäuse will jetzt ein Obsthof aus der Nähe von Berlin buchen.

Mit Jens Zwanzig und Sabine Münster sprach Frank Claus.

Sabine Münster hatte die organisatorischen Fäden in Berlin in den Händen.
Sabine Münster hatte die organisatorischen Fäden in Berlin in den Händen. FOTO: Frank Claus