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Grüne Woche in Berlin
Elbe-Elster ist nicht zu übersehen

Botschafter für das Elbe-Elster-Land. Die auf 300 Stück limitierten Strohhüte gibt es, wenn fünf Elbe-Elster-Firmen entdeckt werden.
Botschafter für das Elbe-Elster-Land. Die auf 300 Stück limitierten Strohhüte gibt es, wenn fünf Elbe-Elster-Firmen entdeckt werden. FOTO: Janine Kauk / LR
Berlin/Elbe-Elster. Die Grüne Woche in Berlin ist eine große Schlemmermeile. Doch nicht nur. Kultur wird ebenso geboten. Und ernste Themen kommen auch auf den Tisch. Von Frank Claus

Das hat Tradition auf der Grünen Woche: Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) lädt immer auch Bauern aus dem Landkreis zur Gesprächsrunde unter den Funkturm. In diesem Jahr standen die drohende Schweinepest, Hochwasserschutz und die Auswirkungen von Orkan „Friederike“ im Mittelpunkt.

Dabei erläuterte der Landrat, dass der Kreis der besonders von Jägern geforderten Aussetzung der Kosten für die Trichinenuntersuchung nicht Folge leisten könne. Momentan würde sich die Gebühr auf 7,70 Euro pro Tier belaufen. Eine Neukalkulation habe Kosten von 10,20 Euro ergeben. Der Landkreis wolle die Steigerung nicht weiterreichen, sondern diese Differenz tragen. Im Freistaat Sachsen übernimmt das Land die Kosten für die Untersuchung. Brandenburgs Landesregierung setzt als Vorbeugemaßnahme gegen die Ausbreitung der Schweinepest landesweit eine Abschussprämie auf Wildschweine aus. 50 Euro pro Stück Schwarzwild sollen Jäger ab dem 1. April 2018 erhalten. Diese Regelung gilt erst, wenn die Abschusswerte aus dem Jagdjahr 2015/2016 erreicht sind. Damit, so hieß es aus dem Verbraucherschutzministerium, könnten auch die Kosten der Trichinenuntersuchung gestemmt werden. Darüber hinaus würde Jägern, die ein totes Wildschwein finden, 30 Euro gezahlt, wenn sie es zur Untersuchung bringen.

Der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, Michael Lehmann, berichtete, dass Sturmschäden vor allem Betriebe im südlichen Kreisteil zu verzeichnen hätten. Allerdings in überschaubarer Größe.

Die Vertreter der bäuerlichen Betriebe äußerten sich anerkennend über den Aufwand, den der Landkreis betreibe, um die Elbe-Elster-Region und die erzeugten Produkte in Berlin bekannter zu machen. Die Hut-Aktion sei außerordentlich positiv aufgenommen worden. Der Landkreis belohnte mit der streng limitierten Kopfbedeckung Besucher, die sich in der Brandenburghalle 21a auf die Reise zu Produzenten der Region aufgemacht hatten und dies auf einer speziellen Schnitzeljagdkarte mit jeweils einem Sticker nachwiesen. An den Ständen der Mineralquellen Bad Liebenwerda GmbH, der Bauer Fruchtsaft GmbH Bad Liebenwerda, der ODW Frischeprodukte GmbH Elsterwerda, dem Finsterwalder Brauhaus und dem Elbe-Elster-Gemeinschaftsstand konnten die Teilnehmer darüber hinaus regionale Produkte kennenlernen und testen.

Der Landkreis nutzt auch in diesem Jahr das Podium, um die Werbetrommel für die Region und deren Leistungen und Produkte zu rühren. Noch bis zum 28. Januar ist Elbe-Elster mit eigenem Stand und wechselnden Ausstellern in der Brandenburghalle präsent. Darüber hinaus gestaltete Elbe-Elster Bühnenprogramme in den Hallen 21a und 4.2.

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski nutzte zusammen mit der Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Elbe-Elster-Land, Susanne Dobs, und weiteren Akteuren die Bühnenauftritte, um auf Besonderheiten und Neuigkeiten der Region zwischen Elbe und Elster hinzuweisen. Dazu gehörten einer Pressemitteilung des Landkreises zufolge die neuen „Genießertouren“, die auf der Grünen Woche erstmals überregional vorgestellt wurden. „Die Touren sind eine Ausflugsempfehlung in den ländlichen Raum und verfolgen das Ziel, Gäste mit dem Besonderen zu beeindrucken, und verknüpfen Natur, Kultur, Handwerk, Kunst und Kulinarik in unserem schönen Landkreis. Die ‚Genießertouren‘ geben damit auch jedem Besucher des Elbe-Elster-Landes die Möglichkeit, auf Tuchfühlung mit Land und Leuten zu gehen“, sagte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski.

Die Regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft hat das neue Regionalsiegel Elbe-Elster vorgestellt, das sich nun in eine Reihe mit Marken wie dem „Spreewald“, der „Uckermark“ oder der Marke „von Hier“ stellt.

Mit Temperament auf der Bühne in der Brandenburghalle: Falkenbergs Tanzmäuse zeigten Ausschnitte aus ihren Programmen. Auch das Jugend- und Bergarbeiterorchester aus Plessa wusste zu gefallen.
Mit Temperament auf der Bühne in der Brandenburghalle: Falkenbergs Tanzmäuse zeigten Ausschnitte aus ihren Programmen. Auch das Jugend- und Bergarbeiterorchester aus Plessa wusste zu gefallen. FOTO: Pressestelle Landkreis EE / LR
Mineralquellen überzeugt mit leichten Schorlen aus der Glasflasche.
Mineralquellen überzeugt mit leichten Schorlen aus der Glasflasche. FOTO: EE-TV13 / LR
Kosten Sie mal: ODW Elsterwerda stellt die neuen Joghurts vor.
Kosten Sie mal: ODW Elsterwerda stellt die neuen Joghurts vor. FOTO: Frank Claus / LR
Mit den neuen Smoothies von Bauer Fruchtsaft aus Bad Liebenwerda zum nächsten Bundesliga-Sieg: Potsdams SC-Volleyballerinnen.
Mit den neuen Smoothies von Bauer Fruchtsaft aus Bad Liebenwerda zum nächsten Bundesliga-Sieg: Potsdams SC-Volleyballerinnen. FOTO: EE-TV13 / LR