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| 18:58 Uhr

Grüne Woche
Quaster im Vorprogramm von Elbe-Elster

 Dieter „Quaster“ Hertrampf, Sänger und Gitarrist der einstigen Rockband Puhdys, im Kochstudio mit dem BlauHaus aus Herzberg und den Köchen Mario Leopold (2.v.r.) und Nico Piesenack (r.). Moderator Detlef Olle (l.) begleitet amüsant und sorgt für einen neuen Bekanntheitsgrad der Herzberger.
Dieter „Quaster“ Hertrampf, Sänger und Gitarrist der einstigen Rockband Puhdys, im Kochstudio mit dem BlauHaus aus Herzberg und den Köchen Mario Leopold (2.v.r.) und Nico Piesenack (r.). Moderator Detlef Olle (l.) begleitet amüsant und sorgt für einen neuen Bekanntheitsgrad der Herzberger. FOTO: LR / Frank Claus
Berlin / Bad Liebenwerda. Große Bühne für Elbe-Elster beim Brandenburgtag in Berlin. Und das mit einem Überraschungsgast. Quaster gibt sich die Ehre. Von Frank Claus

Normalerweise ist alles anders. Bis auf die Minute genau ist das Bühnenprogramm in der Brandenburghalle durchgeplant. Ausnahmen gibt es nicht. Oder doch? Wenn er schon mal da ist, dann muss er auch auf die Bühne: Dieter „Quaster“ Hertrampf, Sänger und Gitarrist der einstigen Kultband „Puhdys“. Und so schleppt ihn Moderator Detlef Olle gemeinsam mit dem Koch des BlauHauses, Nico Piesenack, auf die Bühne, quasi als Vorprogramm für den Elbe-Elster-Auftritt und den Auftritt der Herzberger Gastronomiespezialisten im Kochstudio.

„Quaster“ lässt sich nicht lange bitten, schnappt sich die Gitarre und lässt die Halle mitsingen: „Alt wie ein Baum“. Was für ein Auftakt fürs Elbe-Elster-Programm!

 „Wir ziehen mit unserer musikalischen Qualität den Alten die Lederhosen aus“, sagt Maik Pergens (r.) von den Jagdhornbläsern Schönewalde.
„Wir ziehen mit unserer musikalischen Qualität den Alten die Lederhosen aus“, sagt Maik Pergens (r.) von den Jagdhornbläsern Schönewalde. FOTO: LR / Frank Claus

Wenig später streift er sich im Kochstudio die Hygienehandschuh über die Hände und hilft beim Rote-Bete-Schnippeln. Kasslerhühnchenbrust mit Gnocchi. Dieter Hertrampf guckt skeptisch: „Also, ich kann am besten Kartoffelpuffer und Bulette.“ Die BlauHaus-Köche schmunzeln. Ihre Gäste haben sonst einen verwöhnteren Gaumen. Immerhin 19 000 Hungrige haben sie bis jetzt bewirtet. Das Haus, in dem 15 Menschen mit Beeinträchtigungen eingestellt sind und dazu sieben Fachkräfte, ist ein Erfolgsprojekt, so Leiter Robert Haenzel. Dabei gibt Nico Piesenack zu, schon etwas aufgeregt zu sein. Schließlich ist er dienstlich und dazu noch in Marketingfunktion zum ersten Mal auf der Grünen Woche.

 Fesch mit Hütchen und Musik: das Jugendblasorchester Falkenberg.
Fesch mit Hütchen und Musik: das Jugendblasorchester Falkenberg. FOTO: LR / Frank Claus

Doch schnell mischt sich der Spaß zum Teigkneten, Zwiebeln zerkleinern und Beilage bereiten. „Wir nutzen gern die Gelegenheit, das Restaurant BlauHaus und die Beherbergungsstätte TraumHaus noch intensiver vorzustellen“, sagt Robert Haenzel und verrät schon mal ein kleines Geheimnis. „Wenn ich mit Stand heute die Buchungen sehe, könnten wir im Mai zu unserem 5. Geburtstag den 100 000. Gast begrüßen.“

Ganz anders lassen die Schönewalder Jagdhornbläser aufhorchen. Schließlich haben sie einen jungen Europameister in ihren Reihen und mit Maik Pergens auch noch einen Mann, der zum Jagdhornblasen noch singen kann und fast als Entertainer durchgehen könnte. Die Besucher in der Brandenburghalle hat er schnell auf seiner Seite. Nicht anders Manfred Kuring, Vorsitzender des Heimatvereins in Brandis/Schönewalde, zu dem auch die Trachtengruppe gehört. Was früher so alles auf der Tenne, dem hölzernen Scheunenboden, passierte, weiß er nicht nur charmant zu berichten. Die Tänzerinnen zeigen es mit viel Esprit.

Falkenbergs Jugendblasorchester folgt als Stimmungshit. Mit feschen, weißen Hütchen ausgestattet und flotter Musik bringen die jungen Leute gehörig Dampf in die Halle. Und das wie die anderen Elbe-Elster-Akteure auch schon am Vormittag in der Halle 4.2., in der Initiativen aus ganz Deutschland, unter anderem im Land(auf)Schwung-Projekt, vorgestellt werden.

Zum ausgezeichneten Elbe-Elster-Bild gehört, dass unter den 22 ausgezeichneten Bäckereien, die die „Goldene Brezel“ erhalten, drei aus Elbe-Elster sind: Bubner und Gäbler aus Doberlug-Kirchhain und Pförtner aus Saathain. Birgit Bey, seit Jahren Standbetreuerin bei Bauer Fruchtsaft und eigentlich Berlinerin, staunt immer wieder: „Wir haben immer ganz viele Gäste aus Elbe-Elster hier. Und glauben Sie mir, die sind ganz stolz, wie ihr Landkreis hier auftritt.“